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— Die ersten Thermoskope. —
oder 300) gleiche Teile geteilt, — von diesen noch einige nach oben und untenaufgetragen, — sodann durch Versuch ermittelt, dass sich der Weingeist heimEinsetzen des Instrumentes in ein „mit klein geriehenem Eise“ gefülltes Ge-fiiss auf 13'/ 2 Grade stelle, — und nun jeweilen auch bei andern Exemplarendieser Punkt bestimmt, je deren Scale so verschiebend, dass er ebenfalls auf13'/ 2 Grade fiel. Nach Libris Ermittlungen stimmten bei dem erhaltenenThermometer die Grade 0, l3*/ 2 und 55 mit — 15, 0 und 44 der Deluc’schenScale (151) überein. — d. Dieses sog. „florentinisclie Thermometer“ fand baldgrosse Verbreitung und erfuhr erst im folgenden Jahrhundert wesentliche Ver-besserungen, mit welchen wir uns unter der folgenden Nummer beschäftigenwerden, für den eigentlichen Detail der altern und neuern Geschichte auf dieSpecial schritten „E. Wohlwill, Zur Geschichte der Erfindung und Verbreitungdes Thermometers (Pog-g. Annal. 1865), — Fritz Burckhardt (Sissach bei Basel 1830 geh.; Prof, pliys. und (Rektor Basel ), Die Erlindung des Thermometersund seine Gestaltung im 17. Jahrhundert. Basel 1807 in 4., und: Die wichtig-sten Thermometer des 18. Jahrhunderts. Basel 1871,in 4., — Emilien Renou (Vendöme in Loir-Cher 1815 geh.; Dir. Obs. met. du Parc St-Maur), Histoire du thermometre. Paris 1876 in 8., — E. Gerland, Das Thermometer. Berlin 1885 in 8., — etc.“ verweisend.
151. Die Tliennometrie. — Unsere gegenwärtigen Thermo-meter verdanken wir zunächst Fahrenheit, der als Füllmittel denWeingeist durch das geeignetere Quecksilber ersetzte und, was nochviel wichtiger war, ja erst das Thermoskop in ein Thermometerüberführte, dem Einen Fundamentalpunkte der Frühem, für welchener den Schmelzpunkt des Eises beibehielt, im Siedepunkte desWassers bei einem bestimmten Barometerstände einen Zweiten bei-fügte “, — sodann DelllC, welcher die bald wieder in Vergessenheitgeratenen Principien Fahrenheits dauernd zur Geltung brachte,zuerst dessen Fundamentalpunkte mit der nötigen Sicherheit zubestimmen lehrte, und sich überdies das Verdienst erwarb die vor,während und nach dem Interregnum gebräuchlichen Scalen einersorgfältigen Vergleichung zu unterwerfen b . — Seit der Zeit vonDeine ist nun freilich sowohl die wissenschaftliche Grundlage alsdie Technik der Erstellung von Thermometern noch weiter vervoll-kommnet und namentlich nachgewiesen worden, dass auch die Aus-dehnung des Quecksilbers hei sehr verschiedenen Wärmegradennicht ganz genau dieselbe ist, während dagegen die Spannkrafteines, an ein bestimmtes Volumen gebundenen Luftquantums, wenig-stens innerhalb der hiebei in Frage kommenden Fehlergrenzen,wirklich seiner Erwärmung proportional gesetzt und daher, in wei-terer Entwicklung der Ideen von Amontons , Tob. Mayer und Lambert,zur Erstellung von tadellosen Normalthermometern benutzt werdendarf. So ist auch 1887 durch die internationale Kommission fürMass und Gewicht ein Wasserstoff-Thermometer als Normal-Instru-ment eingeführt worden c . — Auf die zur Bestimmung der täglichen