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Die Gesetze des Erdmagnetismus. —
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(vgl. Grnnerts Archiv III von 1842) Iwan Simonoff (Astrachan 1785 — Kasan 1855; Prof. astr. Kasan ) ausdachte, um die Deklination mit dem Spiegel-sextanten zu messen. — ft. Bezeichnet i die Neigung der Magnetnadel immagnetischen Meridiane, und i' diejenige in einer mit demselben den Winkel dbildenden Ebene, so ist nach Dan. Bernoulli
Tg i' = Tg i • Se d 4
und somit die Inklination im magnetischen Meridiane ein Minimum.
15 5 . Die »okulären Variationen. — Für verschiedeneOrte der Erde erhalten, wie bereits angedeutet wurde, die dreimagnetischen Elemente im allgemeinen gleichzeitig verschiedeneWerte, und wenn man diejenigen Punkte, für welche sie gleichwerden, verbindet, oder sog. Isogonen, Isoklinen und Isodynamenzieht", so bilden die erstem gewissermassen magnetische Meridiane,die beiden letztem magnetische Parallele, unterscheiden sich aberwesentlich von den geographischen Linien gleichen Namens. Ichkann mir jedoch nicht erlauben, über diese merkwürdigen Verhält-nisse und die Versuche, Theorien für dieselben aufzustellen, nähereinzutreten b , sondern muss mich darauf beschränken, die Ver-änderungen, und zwar zunächst die sekulären Variationen, welchedie magnetischen Konstanten im Laufe der Zeit an demselben Orteerfahren haben, noch ganz kurz vorzuführen: Vor allem geht ausden Beobachtungen mit aller Sicherheit hervor, dass die Deklinationin Europa in den frühem Jahrhunderten eine östliche war, — dassdiese abnahm und nach der Mitte des 17. Jahrhunderts vollständigverschwand, um dann aber alsbald in westliche Deklination überzu-gehen, — dass letztere sodann zunahm, bis sie etwa 1815 ein Maxi-mum erreichte, — dass sie seither wieder beständig abgenommenhat, um unzweifelhaft nach der Mitte des folgenden Jahrhundertsneuerdings das Zeichen zu wechseln, — kurz, dass die Deklinations-nadel etwa in 300 Jahren eine Art Pendelschwingung ausführt e . —Wenn ferner die frühem Bestimmungen der Inklination gar zu un-sicher waren, ja zum Teil widersprechende Resultate ergaben, sounterliegt es dagegen keinem Zweifel, dass dieses zweite Elementin Europa seit einem Jahrhundert beständig abgenommen und.,derWendepunkt von 1815 bei demselben nicht bemerklich gewordenist d . Die Intensität endlich scheint gegenwärtig in Europa zuzu-nelimen, jedoch wird erst eine spätere Generation im stände sein,darüber Genaueres zu ermitteln e .
Xu 1 ä5: n. Erste Isogonen soll schon 1539 der k. Kosmograph DonAlonzo da Santa Cruz gezogen haben; später folgte der 1032 zu Rom ver-storbene Jesuit Cristoforo Borro und sodann namentlich Halley, dessen „GeneralChart shcwing at one vicw tlie Variation of the compass. London 1701 in fol.“den neuern Arbeiten dieser Art zum Muster diente. Die Isoklinen führte Job,