159 — Die Registrierapparate und elektrischen Uhren. — 379
struiert c . — Anhangsweise mag auch noch das sog. Chronoskop er-wähnt werden, welches aus einem sich äusserst rasch drehendenZeigerwerk besteht, das durch Öffnen oder Schlüssen eines Stromesmomentan ausgelöst und wieder arretiert werden kann, so dassdamit die kleinsten Zeitintervalle messbar sind d .
Xu 159 : n. Die ersten Chronographen wurden, unter Benutzung der vonMorse und Wheatstone gegebenen Ideen, etwa 1848 durch S. Walker und W. Bondwirklich erstellt und in die Praxis eingeführt, — erhielten dann aber raschwesentliche Verbesserungen und allgemeine Anwendung, — namentlich auchals es Matthias Hipp (Reutlingen 1813 geh.; erst Uhrmacher, dann Chef derTelegraphenwerkstätten in Bern und Neuenburg ) gelang befriedigende Ablese-apparate für die Zeichen zu konstruieren, welche er seither nach den IdeenUhrschr. Tastersohr. von Oppolzer noch wesentlich verbesserte. —Die einfachste, für lokale Verwendung, wo einZweipunkttaster genügt, brauchbare Disposition/ der Apparate, wird durch beistehendes SchemaUhr Uhrb. Tasterb. Tast. wohl hinlänglich verdeutlicht. Für ein denweitestgehenden Anforderungen genügendes Schema wird auf 410 verwiesen;dagegen mag noch angeführt werden, dass es Hipp auch gelungen ist, einsehr brauchbares Registrierchronometer zu konstruieren. — b. Die erstensympathischen Uhren konstruierten Steinbeil und Wheatstone etwa 1839 gleich-zeitig. — c. Die von Hipp 1867 in Paris ausgestellte elektrische Uhr mit Selbst-kompensation der verlorenen Elongationund Stromumkehrung, ist durch beistehen-des Schema, in welchem a b die sog.„Paletten-Auslösung“ darstellt, wohl hin-länglich erläutert, und für die Leistung kannauf Mitth. 30 von 1872 verwiesen werden.Für weitern Detail und die Hipp seithergelungenen Verbesserungen verweise ichauf „Adolf Tobler (Zürich 1850 geb.; Prof,phys. Zürich), Die elektrischen Uhren. Wien 1883 in 8.“, sowie speciell für die Lei-stungen auf den Bericht von Hirsch inBull, neucli. 14 von 1884. — (l. Für dasHipp'sche Chronoskop vgl. „ Hirsch etPlantamour, Determination telegraphique de la difference de longitude entreGencve et Neuchatel. Geueve 1804 in 4.“
1<»0. Die elektrische Beleuchtung. — Führt man dieLeitungsdrähte einer starken Stromquelle in zwei Kohlenstücke,deren Spitzen sich berühren , so fliesst der Strom, erwärmt dabeidie Kohle, und wenn nachher die Spitzen etwas von einander ent-fernt werden", so zeigt sich, -wie schon zu Anfang unsers Jahr-hunderts durch Davy konstatiert wurde, zwischen ihnen ein blendendesLicht, der sog. Volta-Bogen b . An eine praktische Verwertung dieserLichtquelle war jedoch damals aus verschiedenen Gründen nicht