Band 
Dritter Halbband.
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Die sog. Durchbiegung. —

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lind fast vollständigen Elimination jenes Einflusses an die Hand zugeben' 1 . Für weitern Detail wird auf die Speciallitteratur verwiesen e .

Xu 381: a. Da das Gleichgewicht zwischen den beiden Rohrhälften ana • A = b • B oder a : b = B : A 1

gebunden ist, und die Biegung nach den Gesetzen der Mechanik bei hori-zontalem Rohr dem Gewichte und der dritten Potenz der Länge des Armesproportional gesetzt werden darf, so hat man einerseits, wenn « ein Erfah-rungsfaktor ist, bei der gewöhnlichen Zusammensetzung die Biegungsdifferenzß { = « (A • a 3 — B • b 3 ) = «b 3 [A ■ (B : A) 3 — B] 3

und nach Umtausch der beiden Köpfe

ß, = u (B • a 3 — A • b 3 ) = ab 3 [B • (B : A) 3 — A] 3

folglich ß, -fft = « • b 3 ■ (A + B) [(B : A) 3 — 1] 4

Anderseits hat man, wenn e und 180 3 -f-e die für einObjekt der Zenitdistanz z vor und nach Umtausch ohneBiegnng nötigen Einstellungen, a, und u. 2 aber diedurch die Biegung verdorbenen Ablesungen sind, dadie Biegungen desselben Rohres in verschiedenen Zenit-distanzen wenigstens annähernd deren Sinus propor-tional gesetzt werden dürfen,

«, = e 4 - ft • Si z n 2 = 180° -j~ e — ß., • Si z 3(wo die ß für nördliche Objekte das Zeichen wechseln), und hieraus

ß, + ßt = (180° + «, — « a ) • Cs z 6

Man kann daher nach 0, 4, 2, 3 snccessive ß t -f- ß. it «b 3 , ß t und ß 2 berechnen,und sodann nach 5 aus einer Ablesung « die eigentliche Einstellung e finden.Da übrigens aus 2 und 3

ß t : ß 2 = (A • B 3 - B • A 3 ) : (B 4 — A 4 ) = AB : (A a + B a ) 7

folgt, so kann man auch leicht für jedes Instrument für ein und allemal durchAbwägung der beiden Köpfe dieses Verhältnis bestimmen und sodann diebeiden ß direkt aus 6 berechnen. So erhielt ich bei dem Ertel’schen Meridian-kreise der Zürcher Sternwarte A = 2242 sr , B = 2281 Kr , ß l :ß 2 ^-;l :2, folglich,da sich aus den Ablesungen ft + ß 2 = 1",26 ergeben hatte, ft = 0",42 undß 2 = 0“,84. — b. Bessel handelte von der Biegnng in der 1822 erschienenenAbteilung VII der „Königsberger-Beobachtungen“, und Carlo Brioschi (1782?— Neapel 1833; Prof. astr. Neapel ) in dem 1824 erschienenen ersten Bandeder „Comentari della specola di Napoli“. — c. Reichenbach, bei dem es fastzur Manie geworden war, überall Korrektionsschrauben und Gegengewichteanzubringen, wollte der Biegung durch ein eigenes Hebelwerk steuern, hatteaber damit wenig Erfolg, und so schrieb z. B. Horner schon 182G X 10 anGautier: „Cette metliode de clmrger le tont de contrepoids, que nons devonsä Reichenbach, m’a deplü toujours; il vaudrait mieux de composer les tnbesde cones doubles“, — ja Hansen sprach sich sogar (A. N. 389 von 1839) dahinans, dass jene Balancierung mehr kompliziere als nütze. — d. Repsold schriebschon 1825 XII 27 an Horner, dass er diese Einrichtung an dem von ihmfür die Hamburger Sternwarte konstruierten Meridiankreise anbringe. — Be-greiflich darf bei dieser Art der Biegungsbestimmung nicht vergessen werden,v or und nach jedem Umtausch den Nadirpnnkt zu bestimmen, da die optischeAxe durch denselben immer eine mehr oder weniger beträchtliche Verlegung

Vor Umt. Nach. Um!.

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