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Dritter Halbband.
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Das Passageinnstrumeut im ersten Vertikal. —

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grosse Vereinfachungen und Vorteile darbietet, so hat für andereBestimmungen der erste Vertikal teils wegen w = 90° (resp. 270°),teils weil ihn ein unter kleiner südlicher Zenitdistanz culminierenderStern kurze Zeit vorher und nachher, also zweimal rasch aufeinander,passiert, seine specifischen Vorteile, um derentwillen es Übung ge-worden ist, auf grossem Sternwarten ein besonderes, nach seinerKonstruktion wesentlich dem Mittagsrohr entsprechendes Passagen-instrument im ersten Vertikal aufzustellen, d. h. dem Meridiansaaleeinen zweiten Saal mit Spalte von West nach Ost zu coordinieren

Ziu J&4: a. Schon Olaus Römer erkannte nicht nur die Vorzüge des erstenVertikales fiir gewisse Bestimmungen, sondern man ersieht aus Tab. VIII derüberhaupt höchst wuchtigen „Basis astronomi®“, — einer Tafel, welche dieInscription „Laur. Tliom. Skive del.; .T. Friedlein sculp. 1704“ zeigt, also 12•lalire vor Römers Tod und 31 Jahre vor dem Erscheinen des Werkes ge-stochen wurde, — dass dieser grosse Astronom die beiden Passageninstrumenteim Meridian und Vertikal neben einander besass, ja gewissermassen durchAufstellung auf drei Pfeilern, von welchen einer gemeinschaftlich war, mit-einander verband. Später wurde dagegen allerdings der gute Gedanke vonRömer wieder vergessen, ja so ziemlich erst durch Bessel neuerdings insLeben gerufen und weiter ausgebildet, wie die folgende Nummer noch desnähern zeigen wird.

3§5. Die Bestimmungen im ersten Vertikal. — Da fürden ersten Vertikal nach 177 : 4"'

Ct cp = Tg p ■ Co s 1

wird, so lässt sich aus der Uhrzeit des Durchganges eines bekannten8te rnes durch den ersten Vertikal, aber allerdings nur unter Voraus-setzung bekannter Uhrkorrektion, die Polhöhe leicht bestimmen, jaman kann sogar diese Voraussetzung unnötig machen: Wählt manhänilich, entsprechend der oben (384) gemachten Andeutung, einenBtern, dessen Poldistanz nur wenig grösser als das Komplement derBoihöhe ist, so geht er offenbar bald nacheinander zweimal durchden ersten Vertikal, und man kann somit bei kleinem Gange derÜhr von diesem absehen, somit in 1 den Stundenwinkel s durchdie halbe Differenz der Uhrzeiten beider Durchgänge ersetzen".Bür genauere Bestimmungen sind jedoch natürlich, ähnlich wieBeim Meridiankreise, die kleinen Aufstellungsfehler in Rechnungbringen — ferner ist es ratsam, auch Beobachtungen an Seiten-hiden beizuziehen

*11 SS5: a. Eliminiert man ans den zwei ersten 177: G die Grösse dz,s o erhält man nach leichter Reduktion

dw _ Co v-dslSi w Si s I

Woraus man ersieht, dass in der That der erste Vertikal unter Anwendung°iues zenitalen Sternes zur Bestimmung der Polhöhe am vorteilhaftesten ist.

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