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Die relativen Messungen. —
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faden und zwei feste Faden unter 45° beifügte.— Das parallaktisch montierte Fernrohr, mit wel-chem Chappe d’Anteroche 1769 in Kalifornien denVenusdurchgang beobachtete, besass ein Schrauben-mikrometer mit drei festen Faden a, b, c undeinem beweglichen Faden d. Um den Schraubeu-wert zu bestimmen, liess Chappe den einen Sonnen-rand längs a laufen und brachte d mit dem andernzum Kontakt; um die Lage der Venns gegendie Sonne zu erhalten, wurde entsprechend derFigur disponiert und zugleich beobachtete man
die Durchgänge der vier Ränder durch c.
31)3. Das Rautermetz von Bradley. — Beobachtet mandie Durchgangszeiten zweier Sterne durch drei Faden oder Lamellen,welche bekannte Winkel miteinander bilden, so kann man ausdiesen Zeiten die llektascensions- und Deklinationsdifferenzen derbeiden Sterne berechnen“. Besonders einfach gestaltet sich die Sache,wenn man, wie es Bradley bei Konstruktion seines Rautennetzes ge-halten hat, die Anordnung so trifft, dass der Mittelfaden den Winkelder beiden andern Faden halbiert, und es wurde somit sein Vor-schlag, der die um die Mitte des vorigen Jahrhunderts noch sehrunvollkommene Schraube entbehrlich machte, mit Hecht sehr bei-fällig aufgenommen b . Auch noch später wurden mehrmals verwandtemikrometrische Vorrichtungen zur Anwendung empfohlen e .
3)
Xu X92: n. Sind nämlich m und n die gegebenen Winkel, — t, 6, t', 0'aber die aus Beobachtung der beiden Sterne geschlossenen, bereits entsprechend
378 mit 15 • Co D (wo D für den unbekanntenStern abgeschätzt wird) multiplizierten Wertevon AB, BO, A'B 1 und B‘C', endlich x derWinkel, welche der mittlere Faden mit dendurch die Sterne beschriebenen Parallelkreisenbildet, so erhält man aus der Figur unmittelbar
_0___B C B D_ Si n • Si (x — m) .
t B D AB Si m • Si (x + n)
0 _B C C D Si n • Si (x — m) 2
A C
Ct (x -
. _ t • Si n — 0 ■m ÖVSim-Si(m-
- m -f- m)
An)
t + 0 CD AC Si (m-j-n) • Si (xund aus letztem Ausdrucke folgt
■ Si m ■ Co (m- ii)
wonach x berechnet werden kann. — Bezeichnet d den Deklinationsunterscliiedder beiden Sterne, so hat man wegen t — t' = A« -fB/J und 0 — 0' = 0 y
d = (t — t')
Si (x — m) • Si x
Si m
= (0 - 0 ')
Si (x -f- n) • Si xSi n
Vß
Bezeichnen ferner A, B, C, A', B', C' die Durchgangszeiten durch die be-treffenden Punkte, so ist die Rektascensionsdifferenz der beiden Gestirne