Band 
Vierter Halbband.
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Die neuern Beobachtungen und Ansichten. —

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’/ä\\ SS3: a. Gelegentlich wurde z. B. das Zodiakallicht von Franz Noel(Helstrud im Hennegau 1651 — ? 1729; Jesuit; Missionär in China) in China beobachtet, vgl. dessen „Observationes math. et phys. in India et China factseab A. 1684 ad A. 1708. Pragse 1710 in 4., — von Gottfried Kirch und ChristophEimmart in Deutschland , vgl. Mise. Nat. Cur. 1694, — von Mairan, Messier,Pingre, etc. in Frankreich , vgl. namentlich des erstem „Traite de l’anrore bo-reale“, — von Lacaille am Cap und von Foulquier auf Guadeloupe , vgl. LalandesAstronomie (3 ed. 276/7), — von Horner 1803 auf dem atlantischen Ocean, vgl.Mon. Corr. X, — von Humboldt in Südamerika , vgl. Kosmos I 142 u. f., — etc. —Der Erste, welcher den sog. „Gegenschein“ bemerkte, dürfte Pezenas gewesensein, vgl. Mein. Par. 1731; sodann wurde er, namentlich 1803 III 16, vonHumboldt (1. c.) in Südamerika deutlich gesehen, sowie seither, zum Teil mitder „Lichtbrücke“, von Th. Brorsen, G. Jones, V. Schiaparelli, etc. vielfachbeobachtet, und dadurch die frühere Lehre von einem die Sonne weit innerhalbder Erdbahn umgebenden Meteorringe so ziemlich in Frage gestellt. — ft. Ausder schönen Beobachtungsreihe, welche G.Jones erhielt und in seinen „Obser-vation« on the Zodiacal-Light from 1853 to 1855. Washington 1856 in 4.“publizierte, glaubte derselbe schliessen zu dürfen, dass das Zodiakallicht aufeinem Nebelringe beruhe, der die Erde innerhalb der Mondbahn umschwebe,und A. Serpieri kam (vgl. Mem. Spettr. 1876 n. f.) bei sorgfältiger Diskussionderselben Beobachtungsreihe sogar zu dem Schlüsse, dass jenes Licht einedem Nordlichte analoge, rein terrestrische Erscheinung sei, während dagegenHouzeau (vgl. Mem. cour. Brux . 1875) durch seine Untersuchungen fand, dasses jedenfalls weit über der Erdatmosphäre liegen müsse, da sich keine Parall-axe bemerken lasse. Auch die Spektralanalyse hat noch kein sicheres Votumüber das Zodiakallicht abzugeben vermocht; denn während Angström in dessenSpektrum die sog. Nordlichtlinie wahrzunehmen glaubte, behauptete A. Wright(vgl. Am. .Tourn. 1874), dass sich dasselbe von dem Sonnenspektrum absolutnicht unterscheide, und überdies fand der letztere, dass das Zodiakallicht ineiner durch die Sonne gehenden Ebene polarisiert sei, dass es uns also wahr-scheinlich von kleinen festen Körperchen zukomme, welche um die Sonnekreisen und von ihr beleuchtet werden, wie dies zur Zeit Fatio angenommenhatte. Auch dass die Axe des Zodiakallichtes nahe in die Ekliptik fällt, unddass dasselbe (wie das Nordlicht) zu derselben Lokalzeit beobachtet wird, darfnicht übersehen werden. — Da mir nun aus dem Mitgeteilten hervorzugehenscheint, dass die Summe unserer positiven Kenntnisse noch viel zu klein istund dass uns noch gewisse Bindeglieder fehlen, um die Erscheinungen als einGanzes auffassen zu können, so verzichte ich darauf, mich über eine betreffendeTheorie anszusprechen und ziehe vor, zum Schlüsse der bereits gegebenenLitteratur noch folgende Schriften beizufügen: „L. Euler, Becherches physiquessur la cause de la lumiere zodiacale (Mem. Berl. 1746), — Adam EhregottSchön (Görlitz 1725 — Messersdorf in der Lausitz 1805; Diakon zu Messers-dorf), Bemerkungen über das Zodiacallicht (Berl. Jabrb. 1789; er beobachteteetwa 20 Jahre), — J. H. Westphal, Sur la lumiere zodiacale en Egypte (Berl.Jahrb. 1827), — Theodor Brorsen (Norbnrg auf Alsen 1819 geh.; früher Obs.Senkenberg in Böhmen , jetzt Priv. in Norbnrg), Über eine neue Erscheinungam Zodiakallicht (Wöch. Unt. 1854; auch Monthly Not. 1856, A. N. 1859, etc.),— Jul. Schmidt, Das Zodiacallicht. Braunschweig 1856 in 8., — Ed. Heis, DasZodiakallicht (Wöch. Unt. 1857), und: Zodiakallicht-Beobachtungen 1847 -75.Münster 1875 in 4., — II. Faye, Sur l’observation de la lumiere zodiacale au