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— Einige Sagen von neuen Sternen. —
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599. Einige Sagen von neuen Sternen. — Schon ausfrüherer Zeit haben sich einzelne Berichte erhalten, dass am Himmelplötzlich neue Sterne aufgetaucht und nach relativ kurzem Leuchtenwieder verschwunden seien; aber alle diese Angaben wurden indas Gebiet der Sage verwiesen, bis gegen Ende des 16. und zuAnfang des 17. Jahrhunderts dieselben durch neue Erscheinungendieser Art, welche unter der nächstfolgenden Nummer behandeltwerden sollen, rehabilitiert wurden °.
Zu 599: a. So glaubte man einen neuen Stern gesehen zu haben
134 v. Chr. im Scorpion zwischen ß und q; nach chinesischen Berichten. Esist dies wahrscheinlich der auch von Hipparch (200) gesehene Stern.
123 n. Chr. zwischen « Herculis und «Ophiuchi; nach chinesischen Berichten.
173 zwischen « und ß Centauri; nach chinesischen Berichten. Derselbe sollXII 7 erschienen und 8 Monate später wieder verschwunden sein.
369 von III—VIII; ohne Angabe der Lage.
>386 von IV—VII zwischen A und cp Sagittarii; nach chinesischen Berichten.
389 nahe « Aquilae, drei Wochen lang; von Cuspinian beobachtet.
393 III im Schwänze des Seorpions; nach chinesischen Berichten.
827, oder doch wenigstens in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts unterder Regierung von Almamun, im Scorpion.
945 zwischen Cepheus und Cassiopeia; nach Leovitins.
1006 Anfang Mai und von da während 3 Monaten iin Zeichen des Seorpions;nach dem Zeugnisse des Arabers Ibn Abathir (gest. 1233) und des St. Galler Mönches Hepidannus.
1203 im Schwänze des Seorpions; nach chinesischen Berichten.
1217 im Herbst in der Krone; nach deutschen Chroniken.
1230 Mitte XII bis 1231 III im Ophiuchus; nach chinesischen Berichten.
1264 zwischen Cepheus und Cassiopeia; nach Leovitius.
«««. Die neuen Sterne von 1572 und 1604. — Über dieneuen Sterne von 1572 und 1604 ist das wesentlichste schon früher(287) mitgeteilt worden, so dass nur noch einiger Detail nachzu*tragen bleibt und auch zu erwähnen ist, dass sich Pigott grosse,wenn auch mutmasslich vergebliche Mühe gab, deren periodischesAuftreten nachzuweisen “.
Zu 600: a. Natürlich war Tycho nicht der einzige, ja er war nicht einmalder erste Beobachter des Wundersternes von 1572; denn wenn man auch dervereinzelten, von Hageccius in seine „Dialexis de novse et prius incognit*stell» apparitione. Franeof. 1574 in 4.“ aus einem Briefe von Paul Fabriciusanfgenommenen Angabe, es sei die Nova schon Ende Oktober gesehen worden,kein Gewicht beilegen will, so findet sich in den von Bernhard Lindauer(Bremgarten 1520 — Winterthur 1581; Pfarrer in Winterthur ) hinterlassenen„Annalibus“ die ganz bestimmte Angabe: „A. 1572 den 7. Nov. ist am himmelein neuwer grosser heiterer stern gesehen worden zu W T interthur, gleich obdem haubt Cassiopese“, und überdies weiss man aus der von Fr. Maurolykusverfassten (allerdings mutmasslich nur in den von Clavius in seinen Kommentarzu Sacrobosco aufgenommenen Auszügen teilweise erhaltenen) Schrift „Judicium
Wolf, Handbuch der Astronomie. II. 35