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— Algol und ß Lyra;. —
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mals ein ganz anderer Verlauf zeigt sich hei dem Sterne ß Lyrtc,der 1784 von Goodricke als veränderlich erkannt und in der neuernZeit namentlich durch Argelander bearbeitet wurde h .
Kn 604: a. Algol hat gegenüber der Mira die Eigentümlichkeit, dass ersich gewöhnlich in nahe 2. Gr. zeigt, — dann in der kurzen Zeit von etwa4 h bis zur 4. Gr. abnimmt, — in dieser circa 15 bis 18 m verweilt, — und dannin neuen 4 h wieder bis zur 2. Gr. znnimmt, um je wieder nach einigen Tagendenselben Wechsel zu beginnen. Seine Veränderlichkeit war schon 1669 durchGemiano Montanari (Modena 1033 — Padua 1687; erst Advokat, dann Prof,math. et astr. Bologna und Padua ) bemerkt und in seinem „Discorso academicosopra la sparizione d’alcune stelle ed altre novitä scoperta nel cielo. Bologna 1672 in 4.“ besprochen worden; später hatten Maraldi und Christfried Kirch dieselbe ebenfalls konstatiert, — aber erst 1782 gelang es John Goodricke , denVerlauf der Veränderung genauer zu erkennen und für denselben eine Periodevon 2 d 20 1 ' 49™ = 2' 1 ,867 festzustellen, worüber dessen Mitteilungen „Observa-tions and Period of Algol (Ph. Tr. 17831, und: On the Period of Algol (Ph.Tr. 1784)“, sowie die Note seines Freundes Englefield „Observations of Algol1783 (Ph. Tr. 1784)“ zu vergleichen sind. Ungefähr gleichzeitig beschäftigtesich auch Palitzsch, wie aus einem Brief an Hoffmann (Berl. Jahrb. 1828) undseiner Note „Observations upon Algol (Ph. Tr. 1784)“ hervorgeht, mit diesem Ver-änderlichen, wobei er zu ganz entsprechenden Resultaten kam, — und auchseither ist derselbe vielfach beobachtet und besprochen worden, vgl. z. B.„Dan. Huber, Circa phmnomena qnae in stella Algol observantur (Nova Actahelv. I von 1787), — Lalande, Sur la periode de lumiere de l’etoile Algol(Mem. Par. 1788), — Wurm, Über die Lichtveränderung Algol’s (Geogr. Epli. 2von 1798, Berl. Jahrb. 1801, etc.), — etc.“ Die Argelander ’sche Schule befasstesich ebenfalls vielfach mit Algol, und namentlich hat ihm Schönfeld eine Mono-graphie „Der Lichtwechsel des Sternes Algol im Perseus (Mannh. Ber. 36 von1870)“, welche seither in der Dissertation seines Schülers Jul. Scheiner „Unter-suchungen über den Lichtwechsel Algol’s nach den Mannheimer -Beobachtungenvon Prof. Schönfeld in den Jahren 1869—75. Bonn 1882 in 8.“ noch eine Fort-setzung erhalten hat, der seither unter anderm die Note „S. C. Chandler, Onthe period of Algol (Astr. Journ. VII von 1888)“ folgte. Speciell erwähneich, dass Schönfeld für das Algol-Minimnm die Formel
Epoche E = 1860 VI 14,3" 24 m ,11 + 2' 1 20 h 48 m ,89308 • E' +
+ G ro ,1204 • (E 1 : 1000) 2 — 2’",0449 ■ (E‘ : 1000) 3anfstellte, in welcher E' die seit 1860 VI 14, 3 ",4 (dem 7700' ,on Minimum seit1800 I 1,18") verflossenen Perioden zählt. — Ein Algol betreffendes höchstmerkwürdiges Ergebnis der Spektroskopie wird vorläufig in 606 angedentetund sodann in 629 eingehender besprochen werden. — b. Die Eigentümlichkeit
von ß Lyrae besteht darin, dass diesemStern bei einer Periode von 12,91 Tageneine Lichtkurve mit zwei Maxima von
3.4 Gr. und zwei Minima von 4,0 und
4.5 Gr. zukömmt. Man verdankt dieerste Kenntnis desselben ebenfalls Good-ricke , der von 1781 hinweg gemein-schaftlich mit Pigott nach Veränderlichen suchte, — dabei 1784 auf ß Lyraeaufmerksam wurde, — diesen Stern nun sofort konsequenter Beobachtung
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