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— Die gegenwärtigen Ansichten.
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faltigsten Beobachtung empfehlen. Dritte Klasse für Sterne mit beständigemLichtwechsel, deren Periode nach Dauer und Verlauf bereits ermittelt ist. Indiese Klasse gehören, ausser der Mira Ceti (603) und der ß Lyra (604) bereitsziemlich viele Sterne, wie z. B. die schon oben (605) besprochenen r t Aqnilee,S Cephei, etc., und es sind zunächst die Sterne dieser Klasse, auf welche sichWargentin bezog, als er in seiner Abhandlung „Om den föränderlige styernan(Acad. Handl. 1779)“ die Erscheinungen bei den Veränderlichen mit denjenigenauf der Sonne in Parallele setzte, — eine Idee, welche sich wenig später auchbei Pigott findet, und welche auch von mir, ohne dass ich damals von diesenVorgängern etwas wusste, in meiner Abhandlung von 1852 ausgesprochenwurde. Da wir nun allerdings (vgl. 534) auch über die Vorgänge auf der Sonnenichts weniger als vollständig aufgeklärt sind, so könnte es scheinen, es seimit Aufstellung dieser Analogie wenig gewonnen; aber es ist eben doch damitnicht etwa nur eine Unbekannte durch eine andere Unbekannte ersetzt, sonderngewissermassen eine Gleichung zwischen zwei Unbekannten anfgestellt worden,und darin besteht ein entschiedener Fortschritt. Vierte Klasse für Sterne,bei denen ein Liclitwechsel nur nach bestimmten Zeitabschnitten eintritt. Indiese Klasse gehört zunächst Algol (604), und an diesen haben sich in derneuern Zeit noch mehrere andere Sterne von ähnlichem Verhalten angeschlossen,von welchen einige bereits (605) als „zum Algol-Tvpus gehörend“ aufgeführtworden sind. Die naheliegende Idee, dass die Sterne dieser Klasse nicht eigent-liche Veränderliche seien, sondern dass sie für uns nur scheinbar dadurch zusolchen werden, dass dunkle Begleiter um dieselben kreisen und je weilen par-tiale Bedeckungen veranlassen, ist in Beziehung auf Algol in der That schondurch Goodricke ausgesprochen worden, und in der neuern Zeit hat nicht nurPickering gezeigt, dass für diesen Stern die Annahme eines solchen Begleiters,dessen Durchmesser 3 / 4 von dem des Sternes betragen und ihn in einer Bahnvon 0“,0438 grosser Axe bei einer Neigung von 87° umkreisen würde, voll-ständig genügen könnte, sondern es ist sogar vor kurzem Vogel und Scheiner(vgl. für näheres 629) gelungen, die wirkliche Existenz dieses letztem mitaller Sicherheit nachzuweisen. Es scheidet sich damit Algol definitiv von denVeränderlichen und es dürfte bald seine ganze Klasse vollständig gestrichenwerden. — Anhangsweise erwähne ich noch zur Vervollständigung der Special-litteratur über die Veränderlichen „H. Gylden, Versuch einer mathematischenTheorie zur Erklärung des Lichtwechsels der veränderlichen Sterne. Helsing-fors 1880 in 4., — und: Joseph Plassmann, Die veränderlichen Sterne. Köln 1888 in 8.“
(iOt. Die ersten Bestimmungen der Fixsternparallaxe.
— Es ist schon im vorhergehenden teils (263) über die frühemMisserfolge in Bestimmung der jährlichen Parallaxe, teils (289)über die ersten wirklichen Erfolge das wichtigste mitgeteilt worden,und es bleibt daher hier nur noch übrig, einigen weitern Detailnachzutragen a und sodann anhangsweise einige grundlegende Be-ziehungen zu entwickeln h .
Xii (iO;; a. Zuerst trage ich nach, dass Piazzi bei einem von ihm unter-nommenen Versuche, die Fixsternparallaxe nach früherer Art durch Messungvon Zenitdistanzen zu bestimmen, nur einen Halberfolg hatte, indem für ihnz, B. die Parallaxe der Capella in den Beobachtungsfehlern verschwand, da-