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Geschichte der Zeugdruckerei, der dazu gehörigen Maschinen und Hilfswerkzeuge und der Erfindungen im Gebiete des Kolorits für den Baumwollen-, Leinen-, Seiden-, und Schafwollendruck, bis auf die neueste Zeit : nebst einer ausführlichen Übersicht des gegenwärtigen Standes dieser Kunst, in technischer, commerzieller und statistischer Hinsicht / von Wilhelm Heinrich von Kurrer ; mit Beiträgen von K.J. Kreutzberg
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Compagnie in London bis zum Jahre 1600 bezogen wurden. Diejährliche Produktion bestand in 200,000 Stücken, alle z breit und16 Stab Länge. Die Fabriken waren bis zum Jahr 1800 in Mül-hausen, Tann, Sernheim, Wesserling, Colmar undMünster .

Im Jahre 1788 wurde die Waufärberei eingeführt, wo-durch Gelb und Oliven-Farbe zugleich eingefärbt werden konnten. Zugleicher Zeit auch das Fayence- oder Porzellanblau bekannt, undman färbte Hellblau aus der kalten Jndigvküpc, für welchen Arti-kel der Schutzpapp aus Mastix-Harz , Fett, Thon und Gummi zu-sammengesetzt wurde. Gleichzeitig wurden auch Schwarz-Bödenmit weißen Dessins aus Blauholz gefärbt; auch vereinfachte man dieBereitung der Mordants, indem man alle unnöthigen Droguen weg-ließ. Die Holzstecherei war bereits auch schon auf einem ziemlichenPunkt ihrer Perfektion.

Der erste Fabrikant, der sich durch chemische Kenntnisse in diesemLande einen ausgezeichneten Ruhm erworben, warJ. M- Haußmannin Colmar , dessen wichtigste Entdeckungen für die Industrie des Lan-des in folgenden bestehen: u. Äzweiß auf Thon und Eisengrunde.Er war der Erste, welcher sich der Zucker- und Weinsteinsäure be-diente. b. Die Tafel- oder Applicationsfarben mit Zinn-auflösung; e. gefärbte Äzfarben; ü. Tafelblau aus blausaurem Eisendurch doppelte Zersetzung; e. der Gebrauch des essigsauren Jndigsfür Grün, und k. der Gebrauch des salpetersaurcn Eisens für Tafel-schwarz.

Vom Jahre 1800 bis auf die gegenwärtige Zeit hat wohl niein diesem Lande ein Industriezweig solche Fortschritte gemacht, wiedie Zeugdruckerei. Während dem Continentalsystem war der Preisder gedruckten Kattune im Elsaß so hoch, daß es genügte, einen neuenArtikel zu bringen, um ihn mit ioo o/o Gewinnst verkaufen zu können.Aber zu jener Zeit, wo mehrere derselben sich zu iobis i 2 Franken derStab verkauften, hatte der Fabrikant nur auf Schönheit der Farbenund Muster zn sehen; andere Umstände haben ihn seither gezwungen,die möglichste Oekonomie bei seinem Verfahren einzuführen.

Den raschen Aufschwung verdanken die Elsaffer Fabriken größ-tentheils ihren Dessinateurs, in Verbindung mit den Leitern derColorie.

Gesetze, welche kräftig gehandhabt werden, sichern dem Fabri-

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