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Geschichte der Zeugdruckerei, der dazu gehörigen Maschinen und Hilfswerkzeuge und der Erfindungen im Gebiete des Kolorits für den Baumwollen-, Leinen-, Seiden-, und Schafwollendruck, bis auf die neueste Zeit : nebst einer ausführlichen Übersicht des gegenwärtigen Standes dieser Kunst, in technischer, commerzieller und statistischer Hinsicht / von Wilhelm Heinrich von Kurrer ; mit Beiträgen von K.J. Kreutzberg
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127
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Hölzer in fein zertheilten Zustand zu bringen, haben sich große Fort-schritte ergeben. Dahin gehören insbesonders die Schneidemaschine,Farbehölzer über Hirn in ganz dünnen Scheiben zu schneiden, unddie Maschine von de Vallery, nicht durch Zermalung, sondernnach Art einer Sage, die das Holz senkrecht gegen dessen Faser inein gleichförmiges zartes Pulver verwandelt. Die Anstalt von deVallery giebt den Fabriken und Färbereien der Normandie alleinjährlich 3 Millionen Kilogramme gepulverte Farbehölzer ab. DerVerbrauch derselben verbreitet sich allgemein, weil sich das Pigmentaus dem gepulverten Holze durch Wasser leicht und vollkommen aus-ziehen läßt, und dem Fabrikanten und Färber in Beziehung aufÖkonomie von der größten Wichtigkeit ist.

Das de Vallery'sche Farbeholzpulver besitzt noch ausserdem dengroßen Vortheil, daß mehrere Farbehölzer, die sich bisher nicht fürden Färbet eigneten, zum Färben ihrer feinen Pulverform wegenbenutzt werden können, wie dieses mit dem rothen Sandel-holz der Fall ist, welches jetzt häufig verwendet wird, um den Grundfür küpenblaue Tücher zu geben. Für solchen Gebrauch liefert deVallery bereits schon bedeutende Mengen gepulvertes Sandelholznach Elbeuf und in andere Fabriken, und darunter an ein einzigesHaus in Elbeuf jährlich 25,000 Kilogramme.

Eine Abbildung der Vallery'schen Maschine befindet sich inDingler's poly. Journal Bd. I.XXIV. S. 408 abgebildet und be-schrieben.

Statt dem ältern Gebrauche der Kühkothbäder zum Durch-nehmen und Reinigen der gedruckten baumwollen- und leinenenZeuge, hat man seit Kurzem in mehreren englischen Kattunfabrikenangefangen sich des phosphorsauren Natrons mit etwas Gallertzu-satz zu bedienen. In Manchester hab ein Fabrikant ein Patent dar-auf genommen, aus den Knochen zu gleicher Zeit phosphorsauresNatron und Gallerte darzustellen. Alle Kattunfabriken in England,die das phosphorsaure Natron von dem Erfinder beziehen, erlangendadurch das Recht sie anzuwenden. Man scheint auch in Frank-reich schon einigen Gebrauch davon zu machen. Dem ärseniksauernNatron schreibt man dieselben Eigenschaften als Ersatzmittel desKühkoths zu.

In die Reihe der Verdickungsmittel, sowohl für Basenals Apxlikationsfarben, um sie in druckförmigen Zustand zu ver-