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n- Model abschlägt. Nach dem Drucken und Entwickeln der Farbendurch Wärme, wird die Waare in fließendem Wasser, so lange ge-re reiniget, bis das Verdickungsmittel hinweggeschafft, und die sarbi-gen Objekte rein, weich und glänzend dastehen.
Ungefähr gegen das Jahr 1820 fing man an, Tafel- unde- Fußteppiche in verschiedenen Grundfarben mit gelben Figuren zndrucken, in welchem Fabrikate Stuhlmüller, ehemaliger Direk-te tor der bayrischen Strafanstalt zu Plassenburg, Ausgezeichnetes lie-^ serte. Diese Gattung Waare wird jetzt in vielen Ländern, naincnt-,1, lieh aber in den Rhcingegcnden erzeugt.
^ Gegen das Jahr 1825 brachten die Engländer erst einen in
Streifen gedruckten Wollenzeug aus den Contincnt, der mehreress Jahre hindurch ein beliebter Modeartikel geblieben und dunkelgrauenDruck in lichtgrauem Grunde mannichfaltiger Farbenabstufungeni- darstellte.
h Die neuste und wichtigste Art der Schafwollendruckerei ist die-
jenige, bei welcher die aufgedruckten Farben durch kochende Wasser->- dämpfe entwickelt und dauernd firirt werden. Diese sinnreiche An-
r Wendung im Gebiete der Druck- »nd Färbekunst wurde überhaupt
>- im Schafwollcndruck zuerst versucht, und da sie der Erwartung so
n vollkommen entsprach, dauerte es nicht lange, diesen Fabrikations-
-- zweig zu einer bewunderungswürdigen Vollkommenheit zu erheben,
st Frankreich und Deutschland wetteiferten fast gleichzeitig mit einan-
e der, brillant gedruckte schafwollcne Shawls, Kleider für Damen
f und andere Luxusartikel fabrikmäßig darzustellen, so daß schafwollene
Fabrikate, vorzüglich gedruckte Shawls produzirt werden, die den kost-spielig gewirkten fast zur Seite gestellt werden können.
In Erzeugung dieser Fabrikate behaupten die Franzosen un-, streitig den ersten Rang. Wien und dessen Umgegend, so wie^ Elberfeld und Hamburg liefern ebenfalls Vorzügliches.
, Es giebt zwei Verfahren, den Druck auf schafwollene Gewebe
r nach dieser Methode zu veranstalten, nemlich durch unmittelbares
, Aufdrucken der Farben auf weiße und in hellen Abstufungen ma-
. nigfaltiger Grundfarben dargestellte Wollengewebe, oder durch das
Aufdrucken der Farben auf solche Gewebe, welche zuvor mit einemBeizmittel vorbereitet sind. Das erstere ist jedoch jetzt das all-gemein vorherrschendste. In beiden Fällen geschieht die Entwicklungund Befestigung der Farbe durch Wasserdämpfe.