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Anmerkungen, über einen der merkwürdig-sten Vorfalle auf unserm Erdbälle, Derogültigstem Urteile: wobei ich die Gelegenheit,mich Dero stetem gnädigen und geneigtestenAngedenken zu empfelen, begierigst ergreife.
Man betrachtet die Luft, als einen flüssi-gen Körper, welcher den Erdbal in gleicherEntfernung umgiebet, und vermöge seiner ei-gentümlichen Schwere allemal gegen dessenMittelpunkt gleich stark gedrükket wird. Kan-te man sich Hiebei etwas anders, als eine steteRuhe und eine ungestörte senkrechte Richtungvermuten? Da aber dennoch in der Luft soheftige entgegengesezte Bewegungen und Er-schütterungen vorgehen; so konte dies nichtohne Erstaunen wargenommen werden. Ebendaher hat man iederzeit die Historie der Win-de vor eine der schweresten Aufgaben in derNaturkunde gehalten. Es vermeret sich dieseSchwierigkeit, da man die Spannungskraft(Vis elastica) der Luft nicht genugsam ein-sähe, und also unmöglich ^begreifen kome,wre schnei die Winde entstanden, wie starkihr Fortgangs und wie mutmaslich lang ihreDauer sein könte.
Aber, da ich diese Wissenschaft vor schwerhalte; laufe ich auch Gefar, in den Ver-dacht einer übermütigen Eigenliebe zu gera-ten , wenn ich mich an die Abhandlung der-selben wage? Solte ich mich meiner Schwach-heit nicht besser bewust sein? Es sei ferne,
das