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Monatliche Beiträge zur Naturkunde / J. D. Denso
Entstehung
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273
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ein Pferd, ienes da ist ein Baum. Ich tra-ge hier die Worte des schon belobten Aeli-ans, B. ro. Gesä). 10. vor. Mich bauchtauch, das ich so vielmehr Recht, dieses alsdie erste Regel fest zu stellen, habe; weil dieVölker, vorn besten Geschmakke, die War-heit der Vorstellungen, selbst durch Geseze, be--waret haben. Ich will meinen Vertrag nocheinmal mit des Aelrans Erzalung, B. 4.Gesch. 4. beweisen.Ich höre, spricht er,->zu Theben sei ein Geftz gemacht, welches"den Künstlern; so rvol Malern, als Bild-Hauern; die Gestalten, durch diebestmöglieh-"fte Nachamung, vorzustellen befielet. Ja die-"ses Gesez bestimmet denen, die etwas unförm-lich gebildet, oder gemalet haben, eine gewisse»,Geldbusse,;ur Strafe.» Stimmet,bei unsernneuen erlauchteren Zeiten,dieSorgfalt derMa-lerakademien hiemit nicht überein; da sie leben-dige Muster, und nakkende Personen aufstel-len? denn hiedurch so! der Pinsel ihrer Lerlin-ge die Warheit ausdrükken lernen.

Doch lassen Euere Hocherwürden ge-ueigtlich zu, das ich diesen Ausdruk der War-heit noch weiter ausdehne. Er mus fich auchwjm Lichte und Schatten befinden. Ge--b)is ist es; so wie es bei dem Mäler selbst dasEdelste Meisterstük ist, so ist es bei dem Be§'chauer der feinste Geschmak: wenn iener das^are Licht vorstellet, dieser erkennet und ein-Se stehet.