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Monatliche Beiträge zur Naturkunde / J. D. Denso
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282
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dieser Verhältnis etwas, oder ist etwas, dasder Natur nach nicht sein solte, da; sowlezteres einwesentlicher.Feler. Der gothiMGeschmak malete die Gesichter ziemlich'lich, drükte die Farbe des Gewandes sehtlebhaft aus: aber er zeichnete die Körper ufl*förmlich, und das Gewand gezwungen, streuege und nicht nach natürlich sanfter und zier-licher Lage. Wer würde es heutiges Tageseinem Meister verzeihen , wenn er die Füsseeines Körpers für sein Verhältnis viel zu lang»oder ein Gewand, weniger weich, biegscBund sanfte, als ein Holz, malete?

Wir bemerken ferner in der Natur, be»ihren Ausammensezungen, eine beständig fort-gehende Aenlichkeit, und sie gehet, gleichsahohne Künstelei, von einer Stufe zur andern, alsunvermerkt fort. Der Maler, der dieses mitseinein Pinsel zu ^beobachten vergisset, und seine iKunst in das übernatürliche forttreibet, kan 'zwar schön, wird aber doch beständig fehlerhaftmalen. Es giebt also in der fehlerhaften Male^rei gewisse Sprünge, die in der Natur nie-mals angetroffen werden. Mich beucht, ichhabe hier den ersten Probierstein angetroffen 'wovon man den guten und verderbten GWschmak an Schilderten prüfen könne. Fin-det iemand an einem Gemälde, das, ich willnicht sagen, ganz von der Natur abweichet,sondern nur den ebenen und sanften StufetWechsel der Natur nicht beobachtet, ein Ge- ,

nügeri;