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Beschreibung der berühmten Uhr- und Kunstwerke am Altstädter Rathhause und auf der Königl. Sternwarte zu Prag ... / Anton Strnadt
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erhielt, weil die Bürger ihm wohl gewollt. (Als wenn Gunst und Wohl-wollen zugleich Geschicklichkeit und Gelehrsamkeit verschaffen könnte!)

Was für ein unbeschreiblicher Schaden daraus entstanden, erzähltTaborsky, da er ausdrücklich und geflissentlich von seiner Anstellung bey die-sem Präger Kunstwerk sich so ausdrückt: Wenzel Zwuonek hatte zwardie Aufsicht über die Uhr viele Jahre gehabt, hatte aber sorgfältig jede Ein-sicht und Unterricht zur Erhaltung des Kunstwerkes vermieden; sobald nunim Jahr 1552. I. Taborsky zur Wiederherstellung dieser Maschine ge-wählt und angestellt worden, brach Hans Zwuonek (ein Sohn Wen-zels) im Zorn gegen Taborsky aus, und warf ihm vor: daß M. Hä-misch niemanden als den M. Jakob, und dieser seinen Vater WenzelZwuonek, und dieser ihn als seinen Sohn in den Geheimnissen desKunst-werkes unterwiesen hätte; daß die Herren vom Senate die Magistros derUniversität, sammt einem Nürnberger Uhrmacher, (welcher für den bestenKünstler gehalten, und deswegen unter dem Herrn Wenzel Jarofchnach Prag wäre geholt worden,) zu dem Autom geführt haben, um die Feh-ler des Kunstwerkes aufzusuchen, und solches wieder herzustellen; dieserUhrmacher aber hätte bey der Untersuchung der Uhr ausgesagt: daß er andem Kunstwerke nichts fehlerhaftes fände, wodurch er auch bewiest, daß erdie Eigenschaften desselben nicht eingesehen und verstanden, und auf ihn ge-winnt hätte, der sie aufzog, als wenn er zu verstehen geben wollte, daß er(Zwuonek) dem Kunstwerke allein gewachsen wäre,u.s.w. Hieraus schloßTaborsky: daß auch Wenzel Zwuonek, ob er zwar ein Schüler vomM. Jakob gewesen, und das Uhrwerk noch bey Lebzeiten des M. Jakobzuzurichten hatte, nichts destoweniger dasselbe ebenfalls nicht verstanden;sein Sohn Johann aber noch viel weniger, weil er sich bey der Uebernah-me des Taborsky blos gegeben, daß er nicht einmal die Mondskugel von

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