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Beschreibung der berühmten Uhr- und Kunstwerke am Altstädter Rathhause und auf der Königl. Sternwarte zu Prag ... / Anton Strnadt
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der Sonnenscheibe unterschieden, und die zwölf Zeichen des Thierkreisesganz falsch und ungereimt benennet hat, u.s. w.

Hierauf bekennt Taborsky frcymüthig: was für Nachdenken ihmdieses Werk verursacht habe; er schreibt die Herstellung erstens der Gna-de Gottes zu: daß er dieses Kunstwerk von inn-und auswendig bese-hen, und in alle seine geheimsten Eigenschaften, durch die alltägliche undnächtliche Forschung seines Ganges, und Gegenhaltung gegen den Himmelstudirt hätte; zwcytens, daß er in seiner Äugend (im Jahre 1519) die astro-nomischen Vorlesungen des Magister Paul Przibram, der in der Pest1520 starb, gehöret, nebstdem sich mit einigen, der Astronomie und Mecha-nik Verständigen berathschlaget, und dadurch in den Stand gesezt wordenwäre, den Lauf der Planisphäre sowohl, als der Einrichtung des Werkeszu verstehen, und nach der damaligen vorgetragenen Theorie der Himmels,körper den Lauf der Sonne, des Mondes, u.s.w. einzusehen, und einzurich-ten. Hierauf beschreibt er weitläuftig, welche Fehler sich bey der Auseinan-dersetzung vorfanden, und daß ein einheimischer, gar nicht besonders be-rühmter Uhrmachermeister, Daniel Skrziwan, ihm die nöthige Hülfe ge-leistet habe. Was er ferner für Gehülfen von den Goldarbeitern undandern Handwerkern gehabt; was nach der Zeit durch das Reiben oderdurch Nachläßigkcit verdorben worden; was er abermals verbessern undherstellen, oder neu dazu verfertigen lassen mußte; wem der Stadtrathhernach die Obsorge des Aufziehens aufgetragen; daß er nach vier Jahren(im 1 .1560) abermals die gänzliche Aufsicht über die Uhr über sich genom-men, und seinem Schüler, Jakob Sspaczeck, zur künftigen Erhaltung un-terrichtet habe: dieses alles erzählet Taborsky sehr pünktlich her, undwiederholet beym Schlüsse sehr nachdrücklich: wer, und wie derjenige hin-führe» beschaffen seyn müsse, dem das Kunstwerk vom Senate würde anver-trauet