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Beschreibung der berühmten Uhr- und Kunstwerke am Altstädter Rathhause und auf der Königl. Sternwarte zu Prag ... / Anton Strnadt
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auch die Zeiger aller Planeten hinreichen, und den ihnen am Himmel zuge-hörigen Ort im Thierkreise (von der Sonne gesehen) bestimmen; die bei-den obern drey Planeten angesehen Sonnenfernen sind aus den Tafeln des<le 1a Uire für das damalige Jahr genommen worden; es ist bey einer je-den Sonnenferne dieses Planeten ein Strichclchen gezeichnet, das, wennman daselbst einen Faden aufspannen sollte, in dem entgegengcsezten Punk-te den andern trifft und die Sonnennähe bezeichnet.

Die andere Seite dieses Automs, wie die Platte No. IV. anzeiget,enthalt ganz oben ein Läfelchen, worinnen die Monate und die Monatsta-ge verzeichnet sind, deren jedem ein Fach entgegengesezt ist, und die Stun-de des Sonnenuntergangs für die Polhvhe von 50° in sich fasset; der un-tere Theil aber zeigt, nebst den gemeinen Stunden und Minuten, auch dieBabylonischen Stunden an, deren Anfang, wie bekannt ist, auf den Zeit-punkt des Sonnenaufganges angesezt ist; derjenige Zeiger daher, welcheran die arabische Zahl stößt, muß für Prag an jedem Tage die Stunde an-deuten, welche seit dem Aufgange der Sonne verflossen; gehet z. B. dieSonne in Prag den i. Sept. um 5 Uhr 2^ auf, so sollte der BabylonischeUhrzeiger auf o stehen; und wenn der gemeine Zeiger die rate Mittagsstun-de andeutet, muß jener 6 Uhr 40', d. i. die verflossene Zeit vom Aufgangder O bis zum Mittag, und so eben bis zum Untergang der Sonne die gan-ze Tageslänge eines jeden Tages im Jahre bestimmen, u. s. w. Die übri-gen auf der Kupferplatte angeführten Theile sind ohnehin so verständlich,daß solche keiner fernern Erklärung bedürfen.