des Hrn. Johann Friedrich Reiz. u
Beurtheilung der Gedichte des Horaz. Weil diesergroße Dichter nicht nach der Art der französischen Spra-che und nach dem Geschmack dieser Nation (oder viel-mehr dieses verwegenen Kunstrichters) geschrieben, sotaugen seine Gedanken und Ausdrücke nichts. DemFranzosen ist es z. E. sehr anstößig, daßHoraz sagt:ferire vertice sidera; jaculari arces ; terruit gentes,grave ne rediret seculum Pyrrha: ; graves Perse ;nostris vitiis iniquam ; vetitum nefas; corripuit gra-dum ; innocentis pocula Lesbii u. d. g. M. DerHerr Pros. widerleget dieses Gewäsche mit leichterMühe, aber zugleich gründlich und geschickt.
4. Graecae linguae dialecti Maitrairii cum prae-fatione et fragmento inedito apollonii dys-coli. Groß Ockav. Utrecht, 1738.
5. R 0 s 1 n 1 antiquitates, mit einer Vorrede undeinigen Verbesserungen. Amsterdam 1743. groß 410.
6. Oude en niewe Staat van Rusland. in 410.zmen Theile, Utrecht, 1744. Man ersieht ausder Vorrede, daß diese Geschichte des moscowitischen.Reiches, wenigstens unter der Aufsicht und Ausbesse-rung des Herrn Reiz, an das Licht getreten sey.Sie ist übrigens sehr wohl gerathen.
7. Lvciani Opera, in drey Ouartbänden, zuAmsterdam 1743. Diese schöne Ausgabe des Lu-cians hat lange vorher der berühmte Hemsterhuisangefangen, der nicht weniger berühmte göcnngischeHerr Pros. Gejner fortgesetzet, und unser Gelehrterendlich in kurzer Zeit zu Stande gebracht. SeinHerr Bruder zu Harderwyk hat den indicem, oderdas Lexicon Lucianaeum dazu verfertiget. Es warddieselbe in den actis erud. mit ziemlicher Heftigkeit an-
gegrif-