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Die Geschichte
suchen sollte, noch zu Hause in der Homilie und andernTheilen der Gotteögelahrtheit Unterricht geben konnte.
Als er nun solchergestalt auf Schulen einen be-währten Grund gcleget hatte, und nunmehro weitergehen wollte, so erwählte er sich die hohe Schule inLeipzig zu seinem Aufenthalte, allwo er sich auch imJahre 1721 am andern Sonntage nach Ostern unterdie Zahl der academischen Bürger einschreiben ließ.Der nunmehro entschlafne D. LKban Gottfried Sieber,welcher ehedem mit dem sel. Vater unsere Gelehrtenin Schneeberg vertraute collegialische Freundschaft ge-pflogen hatte, nahm den Herr Hofmann gütig auf,und er genoß in seinem Hause alles, was er nur wün-schen konnte, speisete auch daselbst. (s. Hofmanns Denk-maale der Städte Leipzig und Wittenberg, S. 420.)Selbst der gelehrte D. Rcchenberg, welcher nunmehrozu seinen Vätern gegangen, bezeigte sich gegen ihn alsein Vater, und gab ihm viel gute 1111t) heilsame Rath-schläge. Herr Hofmann besuchte nunmehr in Leipzigdie Vorlesungen der geschicktesten und berühmtestenMänner, und trieb anfänglich die Weltweisheit undschönen Wissenschaften mit dem möglichsten Fleiße beyD. August "Friedrich Müllern, bey dem C. Crell,Ludovici, M. Gebauern, und andern mehr; in derhebräischen Sprache aber erwählte er sich besondersdie Lehrstunden des sel. M. Gößgenö. Hierauf wen-dete er sich zur Gottesgelehrsamkeit, und besuchte dieHörsäle D. Johann Schmidts und D. Klausinge be-sonders. Die geistliche Auslegungskunst trieb er beydem D. Dörner, und D. Pfeifer. In der Kircben-historie aber war er ein Zuhörer des D. Deylings.Weil er nun schon zu Hause vielen Fleiß auf die Theo-logie,