3«o Die Geschichte
ten an sich zu ziehen suchten, erfahren, was ein Waysesey. Doch dieses trieb ihn um desto mehr zu demrechten Vater, welcher ihn auch durch Geduld seinenZweck erreichen ließ. Seine anhaltende Schwach-heiten erforderten, daß er zum öftern nach Schwul-buch reisete, um sich des GesundwafferS zu bedienen.Und hier wurde er durch den Dienst eines fromme»Predigers recht auf den Glaubensweg geleitet, undzu vielem Guten angewiesen. Es thaten sich nach-her verschiedene Gelegenheiten hervor, mit allerhandGlaubensgesinnungen bekannt zu werden. Der Herrwies ihn aber zurechte, und legte besonders die Sprü-che, 5 B. Mosi V, 29. und pf. CXIX, 19. tief infein Gemüth.
Die Veränderung zu Hingen war überaus wich-tig für ihn. Die gütige Hand Gottes hatte ihnzwar drey bis vier Jahre genugsam ohne seine Ueber-legung dazu vorbereitet. Gleichwohl gerieth er baldin vieles Gedränge, und er wurde fleißig gezüchtigetund gedemüthiget. Doch alles wiederum zu seinemBesten, und um in der That und Wahrheit zu er-fahren, daß er ohne Christum und seinen Geist nichts,mit und durch denselben aber so viel vermöge, als esihm gefällt. Auch gewann er die Liebe gewisserFreunde, welche er höher als alle Freundschaft derWelt schätzte, weil sie in die Ewigkeit geht. Sei-nen kurzen Glaubensgrund nach seiner dermaligenVerfassung giebt ein im verwichenen Jahre zuHingen gedrucktes Wochenblatt zu erkennen, welcheseine Paraphrase psirlm CXXX, 4. 5. vergl. mitPhilipp. III- enthält. Er rechnet zwar itzt seineehemalige philosophische Betrachtungen meist zu