des Hm. Theod.Chr. Lilienthals. z o-
verkehrt und einfältig, zusammenstöppelte, einen grie-chischen Profanscribencen, eine hebräische Grammatik,einen guten deutschen Styl, oder ein ander Stückder schönen Wissenschaften treiben können! Doch, ichmuß es einigen preußischen Gelehrten zum Ruhmenachsagen, daß das Schulwesen durch ihre Vorfiel-lungen und Bearbeitungen hernach auf einen bessernFuß gesehet worden. Ein jeder Vernünftiger wird eömir zugeben, daß ein zu frühes Eilen nach hohenSchulen unnütz, ja schädlich sey. Denn, nicht zugedenken, daß der Student, mit dem Herrn vonWaller zu reden, gefährlich frey, folglich je jünger,je gefährlicher frey ist; so erfordert ein solch Eilen einlangjähriges kostbares Verbleiben auf der Akademie,welches in Königsberg 5, 6 bis 7 Jahre zu dauernpflegt. Andere Unbequemlichkeiten will ich nichteinmal nennen. Ich bitte es mir aus, daß man mirdiese Worte in Ansehung Hrn. D. Lilienthals nicht miß-deute. Er hatte Hauslehrer gehabt, folglich warsein Studiren geschwinder von Statten gegangen.Er hatte einen Vater am Leben, der nicht nur seineFrenheit einschränken, sondern auch durch beständi-gen Umgang ihm manches sagen, manche Wahrhei-ten einflößen konnte. Sein Eilen bekömmt dadurcheine Entschuldigung. Ueberdem gereichte es ihm zumbesondern Vortheil, daß sein erster Hauslehrer, HerrRappolr, von Reisen zurück kam. Herr Liliemhalzog in das Haus desselben, und genoß über zwey Jahreseinen Unterricht in der lateinischen Sprache, Welt-weisheit und Mathematik. Zugleich lernete er vondemselben die englische Spräche. Als Herr Rap-polt wegen erhaltener außerordentlichen Profession in
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