des Hrn. Theod. Chr. Liliemhals. 325
an deren Kenntniß dem menschlichen Geschlechte sehrviel gelegen ist, und welche die Vernunft ihnen nichtentdecken kann. Dieß wollen die Widersprechet nichtzugeben. Ihrer Meynung nach sollen auch falsche,oder doch wenigstens unnölhige Sätze darinn vorkam«men. Darum wird im 3 Cap. von den Wahrheitender heil. Schrift überhaupt gehandelt, und ge zeiget,daß sie den Menschen zu wissen nöthig sind, und ent-weder unmittelbar, oder mittelbar dahin abzielen»dieselben zur Seligkeit zu unterweisen. Dabey wirdvorläufig nur dasjenige beantwortet, was in Anst«hung gewisser Stellen im N. T. eingewendet wird,welche nach der Meynung der Gegner aus dem A. T.unrichtig angeführet seyn sollen. Zugleich wirdauch erwiesen, daß keine unnütze Dinge und Kleinig-keiten, daran den wenigsten gelegen ist, in der Bibelvorkommen. Unter den Wahrheiten der heil. Schriftstehen diejenigen billig oben an, die der Mensch nichtaus eigener Vernunft erkennen kann, oder die Geheim«nisse. Von diesen wird im 4 Cap. gehandelt. Eswird erkläret, was wir durch Geheimnisse verstehen.Ihre Nothwendigkeit und Wirklichkeit wird erwiesen.Es werden die Einwürfe beleuchtet, die theils widerdieselbe überhaupt, theils wider einige Geheimnisseinsonderheit, nämlich wider die Lehren von der heil.Dreveinigkeit, von der Menschwerdung Christi, vonder Auferstehung der Todten und von der Wirkungder heil. Sacramente gemacht werden. Das 5 Cap.handelt von den Weissagungen, oder von den Bege-benheiten , die aufs künftige sind vorher gesaget wor-den , und deren Vorherverkündigung mit der Erfül-lung übereinstimmet. Weil dieses die Feinde der heil.
Schrift