deö Hm. Jacob Philipp d'Orvr'lle. 331
werden die lateinische Leichenrede, so der berühmteHerr Burmanir den zwey und zwanzigsten Octoberverwichenen Jahres zu Amsterdam auf ihn gehal-ten, zum Grunde der Lebensbeschreibung desselben le-gen, ja öfters ganze Stücke daraus übersehen. Un-sere Leser, denen solche möchte zu Augen gekommenseyn, werden gleichwohl an verschiedenen Orten wahr-nehmen, daß wir dieses und jenes genauer verfassetund ergänzet, und von dessen Schrifen, eine' weitvollständigere Nachricht gegeben haben.
Der Name selbst verräth den französischen Ur-sprung seines Geschlechtes. Johann d' Orville,von Aix inprovance, war im Anfange des verwiche-nen Jahrhunderts nach Hamburg gezogen, und hattesich 1618 mit Barbara Hcrtsbeek zuAlcona in denEhestand begeben; welche sich, nachdem ihr Mann1660 gestorben, nach Amsterdam begab. DieseEhe ward mit zehn Kindern beglückt. Unter diesenwar der Vater unseres Gelehrten, Johann d' < 2 )i>ville, ein glücklicher und reicher Kaufmann zu Am-sterdam, welcher über neunzig Jahre alt geworden,und nur etwas über sechs Monate eher, als sein Sohn,nämlich den zweyten März 1751, dieses zeitliche Lebenverlassen hak. Aus dessen Ehestände mit Cacharinenlactö waren gleichfalls zehn Kinder an die Welt ge-treten, und unter diesen unser Gelehrter, den acht undzwanzigsten Julius 1696 zu Amsterdam; allwo erin seiner ersten Jugend zwar der Kaufmannschaft ge-widmet war, aber gleichwohl unter Anweisung einigerPrivatlehrer die ersten Gründe der griechischen undlateinischen Sprachen legete. Sein Vater hatte dasUnglück, keine sonderliche Lehrer zu treffen, bis er end-
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