338 Die Geschichte
abgeschrieben, auch den uralten von SalmasiuS, Gu-dius und andern gerühmten codicem epigrammatumLatinorum gesehen. Von diesem hat er hernach demjüngern Herrn Burmann eine vollständige Abschriftverschaffet, als welcher sich mit einer möglichst vollkom-menen Sammlung aller alten lateinischen kleinern Ge-dichte rühmlichst beschafftiget. Nachdem er auch dieBibliothek der Carkhusianer, Carmeliten und Bene-dicliner besucht hatte, sehte er seine Reise über Thal-Ions, Tournois und Dllle Lranche nach Lronsfort; allwo ihm verschiedene Handschriften und Alter-thümer bey den Jesuiten und Franciscanern vorgezei-get wurden. Von hier zog er weiter nuch Guienne,(Dränge, Avignon und Nüncs, von da nachMontpellier, Llarbonne, Arles, weiter durchArx, Marseille, Toulori, Lrcjüs und Antides,über den Fluß Wu'O in Italien, und aledenn durch^Tkizza, Monaco und Lugano nach Genua. Anallen diesen Orten besah er das Merkwürdige, soviel es die Zeit zuließ, und an letzterem besonders, dieBibliotheken der Jesuiten, Augustiner und Minori-tcn, und qelangete endlich über Akovi, Alessan-dria und Asti nach Turin, wonach er vornehmlichwegen der weltberühmten Bibliothek verlanget hatte.
In dieser Haüprstadt brachte er zwey Monate zu.Bey nahe wäre ihm all sein Vornehmen und alle seineHoffnung mislungen, indem der Bibliothekarius pi«coni, ein schlechter Mann und nichtswürdiger jesui-tischer Spion, sich ihm auf alle Weise beschwerlichund hinderlich bewies. Doch durch Zuthun einesGönners, wurde ihm ein freyer Zugang vergönnet,
und