des Hrn. Gerhard Meermann. 391
den gedruckten Brieven van de Witt (*), und es laßtsich daraus sein großer Verstand und Einsicht inScaakssachcn schließen. Als hierauf der König vonFrankreich, Ludwig XIV, in die Provinzen der vereinig,ten Niederlande einen Einfall gethan, und sich bereitsder Stadt Utrecht bemächtiget hakte, ward Meermannmit andern im Junius 1672 von den Staaten vonHolland nach Vörven gesandt, um daselbst die Anstal»ten und Verfügungen machen zu helfen, welche denFortgang der feindlichen Waffen verhindern könn-ten (**). Mit dem oftgenannten Joh. de Witt undfeinem Bruder Cornelius, Bürgermeister zu Dor-vrechc, mit dem Hieronnmus vom Bevernink, Gene-ralschahmeister, der hernach noch andre Ehrcnstellenbekleidet hat, und mir Peter de la Court, dem berühm-ten Verfasser vieler schönen, in holländischer Sprachedamals für die Freoheir des Vaterlands herausgege-benen politischen Schriften unterhielt er eine vertrauteFreundschaft. Alle diese Männer wendeten alle Kräftean, um die Frenheit der Republik zu behaupten; aberihre Gestalt änderte sich; denn als der König inFrankreich mit einem Einfalle drohete, ward Wil-helm Heinrich, Prinz von Oranien und Nassau vonden Sraaren im Monat Julius 1672 zum Statthal-ter der vereinigten Niederlande erwählet. .
Als durch Paul Berkhoucs Absterben das ansehn-liche Amt eines Raeds en Rekenmeesters der Graef-lykheidS Domeynen van Holland (confiJiarii et ma-gistri
(*) im IV Theile S. 489 u. f. edir. Hag* 1723.in 4.
(**) f. des Corteri historisch Derbael van t' Jaer1672. S. 166 und 169 Lepden 1736.