39* Die Geschichte
gistri camerse rationum dotnaniorum comitatus Hol-Undiae) erledigt ward, so erwählte der Pttnz denMeermann dazu den 27 August 1672 (*). Er wardalso in die Domainencammer, die sich im Haag be-findet, den 29 August eingeführet; nichts destoweni-ger aber blieb er noch eine kurze Zeit Senator undBürgermeister zu Lenden, und wäre es noch langergeblieben, wenn nicht das unbeständige Volk, wel-ches immer Neuerungen verlangt, sowohl in Leyden,als in andern Städten Aufruhr erreget, und beymPrinzen auf Bestellung anderer obrigkeitlichen Per-sonen gedrungen harte. Doch der Prinz wollte denMeermann nicht sogleich seiner senacorischen Würdeeinsehen, und nahm sich lange Bedenkzeit zu solcherVeränderung. Ja, er behielt sich nur über ihn al-lein von vierzig Senatoren aufs künftige die Verfü-gung vor (**). Meermann merkte dieses, und weiler nicht Lust hatte, wider Willen des Volks Bürger-meister in Lenden zu bleiben; so legte er diese und diefenatorische Würde den 21 Sept. 1672 nieder, und be-gab sich nach Gravenhaag, daselbst daö ihm vomPrinzen anvertrauete Amt zu verwalten. Dieß warnur eine kurze Zeit geschehen, als er daselbst den 27Ienner 1675 verstarb. Er war nicht nur ein gelehr-ter, kluger und für seine Familie rühmlicher Man»,sondern auch ein Beförderer der Wissenschaften, da-her ihm denn viele Bücher, und unter andern derVellejue parerculus, den Ant. Thystus 1668 zujeyden heraus gab, zugeschrieben und gewidmet wor-
den.
(*) f. Resolution. Ordin. f lolland. 27 Aug. 1672.
(**) s. den Brief des Prinzen in I.. Sylvii Vervolg opAitzema Historien. Tom. 1 . p, 443,