des Hrn. Joh. Michael von Loen. ssi
Epicurus und Zeno. Sie stehen hinter LenelonsGesprächen der Todten unter dem Titel AbregtS desvies des anciens Philofophes. Hr. von Loen wollteanfänglich eine bloße Ueberseßung, ohne Ergänz,,,gen und Zusähe liefern. Da er aber kaum einige Blat-ter fertig hatte, so sahe er, daß das Werk nicht voll-ständig war, sondern noch manche Zusätze litte. Erentdeckte zugleich, daß solches größtenrheils ein Aus-zug aus dem Diogenes Laertius träte. Er nahmdaher» diesen griechischen Geschichtschreiber selbst zurHand, und suchte aus demselben so wohl, als ausandern Scribenten verschiedene Lücken auszufüllen,dieses war nickt genug. Die Abwege in diesen phi-losophischen Gegenden schienen hin und wieder erwaSunsicher, und deswegen machte er zu seiner eigenen Ue-bung und Belustigung Anmerkungen. Ob diese Le-bensbeschreibungen wirklich vom Fcnelon herrühren,woran einige zweifeln, kann nicht gewiß bestimmetwerden. Genug, baß man sie mit unter semen Pa-pieren gefunden und daß man, wo nicht durchgchendS,doch größtentheils, sehr deutliche Spuren von seinerfeinen und edlen Art sich auszudrücken findet. Mannehme nur den Artikel vom Epicur; so wird mandarinn alle mögliche Schönheit und Stärke in einervollkommenen Schreibart entdecken. Vermuthlichhat er in seinen jüngern Jahren, als er beym ge-lehrten Abt Tronjön im Kloster St. Sulpi.ii fichbefand, dieß Werk verfertiget. Denn, wie die Nach-richt von seinem Lcbenslaufe lautet; so hat er in die-sem Kloster alle die Schätze der Wissenschaften ge-sammlet, die nachgehendö seinen Stand verherrlichetund seinen Ruhm unsterblich gemacht haben. Daß
Lene-