Band 
[Band 1.]
Seite
553
JPEG-Download
 

des Hrn. Ioh. Michael von Loen. 55z

Hand. Im zweyten Theile, der ,750 herauskam, ste-hen z; Sendschreiben. Die meisten davon sind ausden Lettres curieul'es d’ un Gentilhomme Allemandgenommen, und betreffen den Zustand und einige Be-gebenheiten nach Kaisers Carls VI Tode bis nach er-folgtet Wahl und Krönung Kaiser Earlö VII. Dererste Brief, der hicher gehöret, ist vom rr Dec. 1740und der letzte vom 29 August 1743, tiefen sind einigeandere beygefügt. Die erstem handeln zwar von be-kannten Dingen, aber des Hrn. von Loen ange-nehme und abgemessene Art zu erzählen, feine vieleam rechten Ort angebrachte moralische und politischeBetrachtungen geben ihnen besondere Vorzüge. Hr.von Loen kennet die Welt und das menschliche Herz.Eine edle und wirksame Menschenliebe zeiget sich beyihm allenthalben. Er folget nicht dem gemeinenWahne und laßt sich nicht durch den Schimmer deräußerlichen Hoheit blenden. Er sagt öfters Wahr-heiten, die andre Scribenten in Gedanken behalten.Er ist ein abgesagter Feind der Schmeicheley, der Pe-danterev, des lieblosen und zänkischen ReligionseiferS.Dabey aber schreibt er ohne alle Bitterkeit, und be-sitzt die seltene Gabe, seine Lehren so vorzutragen, daßsie auch denen, deren Eigennutz dadurch getroffenwird, anö Herz gehen. Kurz, Hr. von Loen istein gründlicher Sittenlehrer, der die schärfsten Spei-sen mit Anmuth zu würzen weiß. s. Götting. Zeit.No. ;z. von 1730. Der dritte Theil folgte 1751 undbesteht aus folgenden Stücken: l) vom Alterthumund Nutzen der Baukunst, 2) de variis Loenionunfamiliis antiquis *que ac modernis, 3) das MiSver-gnügen, 4) epicurische Sittenlehre die beste, 5) derGel. Europa lk. Th. N n Pprr-