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[Band 1.]
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556 Die Geschichte

fdjfn der Dichtkunst und Mahlerey angestellet, be-leuchtet, und ge zeiget, daß die Dichtkunst einige vonihm nicht bemerkte große Vorzüge vor der Mahlereyhabe, zugleich aber auch untersuchet, woher es kom-me, daß die Dichtkunst in unsern Zeiten weniger ge-ehret werde, und sonderlich den Beyfall der Höfenicht so oft erholte, als die Mahlerey. Die Gedichteliefet man mit Empfindung des Vergnügens, dock istdiese Empfindung bey einigen prosaischen Schriftendes Hrn. von Locns starker. : Eine Probe der Heu-cheley einiger Geistlichen, die wohl gerathen, ist diese,Bl. 29.

Es giebt ein Volk, das nimmer ruht;

Es haßt aus Liebe bis aufs Blut,

Und macht mit Gott gemeinschaftliche Sache,Schließt uns den Himmel ju, weil es die Schlüssel

hat,

Dergiebt die Schuld, doch niemals ohne Rache,

Und wird an Ehr und Zank und Gaben nimmer satt.Es giebt auch evangelische Gedanken darunter, z. E.über Ioh. XV. 4.

Wir suchen in entlegnen Gründen,

Was wir in unsern Herzen finden.

Hier ist des Herrn geweihter Ort.

Was laufen wir nach fremden Schaaren,

Die uns vergebens offenbaren.

Der Herr ist hier, der Herr ist dort.

Er selbsten ist des Lebens Wort.

Herr, schenk uns dich, das höchste Gut.

Nichts kann den tragen Geist erheben,

Als wenn man durch des Glaubens LebenDich liebt und deinen Willen thut. ^