Band 
[Band 1.]
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von Hm. Joh. Havighorff. 645

Unwiedergebohrnen, der aber, wie er redet, von derGnade Gottes bereits geschüttelt und gerüttelt wird,ob er wohl noch nicht zum Durchbrüche gekommen;rede. Die Vorrede gehet bis zur 34 S. und derVerf. hat darin» den Unterschied zwischen Gesetz undEvangelium bestimmen wollen. Hierauf folget einso genannter allgemeiner Jnnhalt deS 7 Cap. an dieRömer, und dann die allgemeine Erklärung desselbenbis S. 75, wobey einem jeden Verse eine Uebttscfjunßnach dem Grundterte vorgesetzet worden; dann» wirnichts Besonderes finden; als daß sie nicht so gutdeutsch ist, als Lutheri Version. Hierauf steht einbesonderer Jnnhalt des 7 Cap. und der vier erstenVerse des 8 Cap. des Briefes Pauli an die Römer bisS. 78. und dann die besondere Erklärung desselbenbis S. 82, die Gencralqründe dieser besonderen Erklärrung bis S. 94. die Beantwortung der Einwürfe bisS. »4. und der Nutze dieser ganzen Abhandlung biszu Ende. Es würde schwer seyn, dem Verfasser inallen seinen Gedanken zu folgen. So viel läßt sichmit leichter Mühe einsehen, daß derselbe in seinenmehresten Sätzen weder schrift- noch vernunfkmäßigrede oder denke. Sein vornehmster Zweck zeugetschon davon, welcher ist, eine gänzliche Vollkommen-heit der Wiederqebohrnen und die Befreyung dersel-ben von allen Fehlern zu erhärten. Er behauptet,das mosaische Gesetz habe keinen vollkommenen Gehör-sam gefordert; er sagt, dieß Ansinnen würde aufSei-ten Gottes eben so ungereimt seyn, als es wider alleBilligkeit wäre, wenn die Obrigkeit fordern wollte,daß einer, dem sie wegen Uebelthaten die Füße ab-hauen lassen, gehcit solle, und wenn er nicht wollte,Ss 3 ihm