des Hrn. Frrcderich MuzeliuS. 66 ,
chen also die RechtSgelahrtheit über feinen ältern Bru-der erhoben hat. Der jüngste, Hr. Friedcrich Hcn-rict) N'mzell, ist dem Vater in dem Predigtamte ge.folget.
Es war ein besonderes Vorrecht vor den Hrn. Pro-fessor, daß fein Hr. Vater ein Mann war, welcheres nicht allein selbst in den meisten Theilen der Wis-senschaften weit gebracht hatte, sondern auch seine Lustdaran fand, junge Leute zu unterrichten; wie er denn,nach dem Zeugniß des obgemeldecen Hrn. Descrwe,nicht wenige in den Sprachen, in der Philosophie undTheologie sehr gründlich unterwiesen. Er genoß alsoschon in der Kindheit des väterlichen Unterrichtes inden ersten Anfangsgründen der Wissenschaften. In«dessen hielt sein Hr. Vater doch vor rathsam, ihn aufeine Zeit einer fremden Zucht und Unterweisung zuübergeben, und ließ ihn deswegen bey den Jesuiten zuHadamar in den schönen Wissenschaften so weit brin-gen, daß er mit Nahen zu den hoher» übergehen konnte.Er erreichte zwar seinen Zweck: seinem zarten Sohneaber wurde von seinen Lehrmeistern dergestalt zuge-setzet, daß er in nicht geringe Gefahr des Abfalls kam.Doch sein damals wankendes Gemüth wurde hernachdesto fester gemacht, da ihn sein Hr. Vater wieder inseine eigene sorgfältige Unterweisung nahm. Er setzteihn in der griechischen und hebräischen Sprache fest,und ließ es sich angelegen seyn, ihm in der carteßa-nischen Weltwcisheit (deren Grundsätzen der HerrProfessor gleichwohl hernach nicht angeklebet hat,)und in der Gottesgelahrtheit etwas Gründliches bey.zubringen.
Tt ;
Hiemit