des Hrn. Ioh. Hildebrand Withof. 691
Von Bremen begab sich Hr. lVithof, mit demvortrefflichsten Lobe und Ze»,gnissen versehen, nachIltrecht, woselbst er zwar in der GotteSgelahrtheitunter den großen Männern, Hrn. Alex. Roell,Franz Burmann, demjüngern, Hrn. vonAlphcn,und in der Philologie, Hadrian ^eland, seineStudien weiter fortsetzte, doch aber die k^umaniorrnimmer aus den Augen ließ, und darinn vornehmlichdem berühmten noch lebenden Hrn. Carl Arrdr.Düker, besonders im Griechischen folgeke: Auch ge-noß er daselbst wöchentlich den nützlichen Umgang mitFranz Nestel, einem durch Schriften berühmtenund sehr gelehrten Canonicus daselbst, und vor demBayle zu Rotterdam gewesenen Professor der slu-moniorum. Diesem war er vom Reland, als ei-nem besondern Kenner und Liebhaber der Poesie, an-gepriesen worden,
Der Ruhm seiner besondern Geschicklichkeit breitetesich je länger je mehr aus, und er machte sich bey denGelehrten durchgängig überaus beliebt. Es konnteihm daher an baldiger Beförderung, zumal in denZeiten, da in Holland auf Geschicklichkeit und Der-dienst« noch weit mehr, als auf Gunst und Verwandt-fchaft gesehen wurde, nicht fehlen. Nachdem er sichalso ins zweyte Jahr zu Utrecht aufgehalten, wurde erzum Rector der obern Schule zu Bommel in Geldernberufen; welches Amt er denn im Frühlinge des Jahres1718 mit einer öffentlichen Rede de utilitate humanio-rum listerarum per omnes scientias, mit großem Bey-falls antrat. Er war hier mit Vergnügen, und ver-waltete sein Amt mit Nutzen und Ruhm, etwa» an-derthalb Jahre.
Hierauf