des Hm. Joh. Aug. Dietelmair. 7 z s
Je mehr Hr. Dierelmair mit den Wissenschaftenbekannt wurde, desto stärker wurde bey ihm der Triebzur Theologie, um in die Flißstapfen seiner Vorfahrenzu treten; wiewohl ihm sein sel. Vater mehrmals vor-stellere: er möchte stch wohl bey diesem Entschlüssebedenken. Denn es würde bey diesem Vorhabenmehr erfodert, als sich etwa» die Jugend vorstelle.Er verlange es nicht, und wolle ihm die Wahl völligfrey stellen. Doch wolle er es auch nicht hindern,sondern solche Neigung als ein Merkmaal der göttlichenVorsicht erkennen.
Weil nun der Trieb des Herrn Dietelmairs be-ständig war, so bezog er 1734 im Frühlinge mit diesem.Vorsähe die Universität Altorf. Er ließ sich vor-nehmlich auf derselben die Weltmeisheit empfohlenseyn, bis er sich hernach mit allem Ernste zur Theo-logie wandte. Er hörete die damaligen, undgrößten-theils noch lebenden, berühmten Lehrer insgesamt, zumTheil auch ganz besonders. Bey den Herren, D.Bcenhold und D. Feuerstein hielte er verschiedeneCollegia disputatoria. Er machte sich auch die vor-treffliche Gelegenheit wohl zu Nutze, sich im Catechisi«ren zu üben, welche die Altorfische Universität für an-dern voraus hat, da die eingepjzprrcen Dörfer großenTheils einen Studiosus der Theologie zum CakccheceNhaben, der am Sonntage Nachmittags Kinderlehrehält. Gewiß eine vortreffliche Anordnung, die manandern hohen Schulen anpreisen möchte, da sich sonstdie Studenten wenig oder gar nicht auf Akademienums Catechisiren bekümmern, und unbereitet in eingeistliches Amt treten.
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