des Hin. Gabriel Cramer. 97z
nen. Beyde theilten auch sogleich den Stoff ihrerAntrittöreden. Jener redete de utilitate mathesec»in scientiis; dieser in praxi artium.
So groß auch die Geschicklichkeit und der Bey-fall waren, die Hr. (Trainer durch seine Vorlesun.gen und Unterricht in der Geometrie, Algebra, Me-chanik und Optik erwarb: so wenig blähete ihn sol-ches auf. Weit entfernet von der Art dererjenigen,welche sich zugleich mit Erhaltung eines akademischenTitels vor vollkommene Meister ansehen, war er viel-mehr von einer Gesinnung, wovon uns verschiedeneder größten Gelehrten Beyspiele gegeben haben. Ermachte sich die ihm und dem Hrn. Lalendrini gege-bene Erlaubniß wechselSweise zu reisen, nach zweenJahren zu Nutze, und da er die preißwürdigen Vor-züge derer Hecken Bernouilli zu Basel kannte,hielt er es vor zuträglich, sich unter ihnen noch in de-nen mathematischen Wissenschaften zu üben. Diesesgeschahe 1727 im Monat May. Doch einige Mo-nate waren genug vor einen Verstand, dem nichtsschwer fiel; und er theilete nicht nur die Schätze sei-ner großen Lehrer, sondern auch ihren Ruhm mitihnen. Hr. Bernoulli that ihm den Vorschlag, eineVertheidigung seiner Meynung von denen lebendigenKräften an daö Licht zu stellen. Allein er lehnet«solches mit der Entschuldigung von sich, daß er nichtgerne mit einer Streitschrift den Anfang machenwollte. Hierauf that er nach fünf Monaten imOctober desselben Jahres eine Reise über Paris nachEngelland, im Julius 172g nach Holland , und kinOctober nach Frankreich. Er erwarb sich überall,wo er hin kam, gar leicht die Freundschaft und
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