des Hrn. Ioh.Chryfostomus Scarfo. ion
her. Zu Carls des V. Zeiten bekam dieses Castellwegen Vertheidigung desselben von seinen Vorfahrenden Namen. AIs er zwey Jahre alt war, fieng erohne alle Anführung an zu reden, und nach gerade zulesen,und da er das dritteJahr erreicht hakte,waren ihmschon, wenn andere kaum die Wiege verlassen, dieersten Gründe des katholischen Glaubens bekannt»Er lehrete selbige andere, die bereits älter waren.Er laö die undeutlichsten Handschriften mit besondererFertigkeit, und hielt in diesem zarten Alter Predigtennach kindischer Art. Sein Vater, t^aralmusScarfo, liebte das politische Studium und die Hi-storie. Er trieb auch die Poesie, und hatte in derarkadischen Akademie zu Rom den Namen Ludolph.Zu eben diesenWissenschaften bekam der junge Scarst>gleichfalls Lust. Seine Mutter war Elisabeth deAugustinis, aus einem vornehmen Geschlechte.Sowohl vor, als nach seiner Geburt, hat sich man-ches Wunderzeichen gezeiget, das man auf ihn ge-deutet. Als seine Mutter, da sie noch mit ihmschwanger gieng, einst bey Sonnen Aufgang in dennahe an ihrem Hause gelegenen Garten gieng, sahesie unter schönen Blumen eine ungewöhnlich großeSchlange von allerhand Farben mit einer schönenKrone auf dem Kopfe. Eine Sache, die vormalsOlympias, des Alexanders Mutter, nur imTraum sahe. Die Schlange soll die Schärfe seinesVerstandes, die Krone derselben aber seinen Vorzugvor andern Gelehrten vorbedeutet haben. Von derGeburt selbst ist merkwürdig , daß er seine Handdrey Tage lang, ehe seine Mutter von ihm entbun-den werden konnte, aus Mukterleibe herausgestrecktSss 2 hielt.