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[Band 1.]
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Geschichte

hielt. Gleich nach der Geburt sahe man auf einem,nahe bey Mammula gelegenen, Hügel mit großerVerwunderung zwey große, um einander geschlun-gene, Lichter. Im fünften Jahre seines Alters be-gegnete ihm selbst was außerordentliches. Es erschienihm nämlich zur Mittagszeit bey einer Quelle eineschöne Frauensperson in weißen Kleidern. Sie gabihm drey Aepfel, die er sofort verzehrete. Hieraufküssete sie ihn, und wuchs nach gerade so groß, daßsie mit dem Kopfe an den Himmel reichere, in wel-cher Positur sie verschwand. Von allen diesen Wun-derdingen oder doch deren Ausdeutungen, werdenmeine Leser mit mir sagen: Credac Iudneus npella.

Gcarfo war noch nicht zehn Jahr alt, als erdie lateinische, griechische und italienische Sprachenbereits verstand, und sich auf die ^Rhetorik, Ma-thematik und Poesie legte. In der letzter» brachteer es so weit, daß er bey nahe aus dem StegereifVerse machen konnte. Sein Gedächtniß war indiesem Alter so stark, daß er, was er einmal gelesen,von Wort zu Wort in unverrückter Ordnung, aus-wendig wieder hersagen konnte.

Es war der 9 Jenner des 1695 Jahres, als erStudirens halber nach Neapolis zog. Hier legte ersich zuerst auf des Euclides LIemenra, auf dieGeographie und Chronologie. Sodann nahm erdie Weltweisheit vor die Hand, und faßte nicht nurdie Lehrsätze des Aristoteles und Scorus, sondernauch des Lullus, Carres ms und Gastendus.Beym Beschluß der Philosophie disputirete er einige-mal mit großem Beyfall öffentlich über Säße ausdem Gassendischen System. Eö war die Zeit da,

daß