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[Band 2.]
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des Herrn Cardmals Quirini. 1033

der Lehre unserer Kirche so übersühret, daß er sienicht aufgeben würde, wenn er gleich fände, daßContarenuS sie nicht gcführet habe. Von der Wöl-fischen Philosophie zeigt er , daß es ihr nicht zumVorwurf gereichen könne, daß Hr. Rothfischer beymGebrauch derselben habe irren können. Daß dieWölfische Philosophie zur Verläugnung der Reli-gion führe, wird gleichfalls gelaugnet, und der Hr.Cardinal gefragt, ob in Italien , Frankreich undEngelland weniger Freygeister sind, .da Wölfin die-sen Landern wenige, oder keine Jünger hat? Die-sen Brief des Herrn Pros. KästnerS mußte der Car-dinal noch nicht haben, als er 1753 vorn 17 Dct. einenabermaligen Brief an den Hrn. Prof. Kästner abge-hen ließ, weil er denselben auf eine gar ehrenvolle Artnoch einmal auffordert, einen Ausspruch zu thun,waö er als ein Mathematicus von den Streitigkei-ten des Herrn Cardinals mit einigen protestanti-schen Gelehrten halte? zu welchen er die Contro-verö mit dem Hrn. Rath Kirchmaier hinzufüget.Er sagt, nach einer nicht allzuglücklichen Anwen-dung der Verse des Iuvenals, id tamen spero,ex ea, quam fieri a te peto, aestimatione, aduer-sarios meos Thersiti similes, tibi visum iri, etsimultum ipse absim, vr Aeacidis nomen prome-rear. Der Herr Professor hatte dem Cardinal desHrn. Lessers Schrift de poetis biblicis mitgeschickt.Dieß giebt ihm Gelegenheit, einen BrescianischenDichter, Iovika Rapicius, wegen seiner schönen latei-nischen Uebersehung der Psalmen naher bekannt zumache», und auch anderer Dichter zu gedenken. S.Götting. Anzeig. No. i?von 1754.

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