Band 
[Band 2.]
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io34 Zusätze zur Geschichte

Wir sind nunmehro mit den theologischen Streitig-keiten fertig, die der Hr. Cardinal mit deutschen Ge-lehrten gehabt, und können nun andere Sachen vor-nehmen. Derselbe hat nicht nur der hohen Schulezu Göttingen, sondern auch der zu Greisswald seineGewogenheit bewiesen, indem er ihr zu zweyen ma-len Geschenke von seinen Büchern, Kupfersammlun-gen, Medaillen u. d.gl. gemacht. In seinem Briefean den Pater Valois, worinn er ihm für die Zu-schrift seines Oitcours iur les bibliotheqnes publi-ques danket, redet der Hr. Cardinal von Greiss-wald sehr rühmlich. Das neuausgeführte akademi-sche Gebäude, die neueingerichtete Bibliothek, unddie Geschicklichkeit, welche das Fraulein von Bal-thafar in den Reden bey der EinwcihungSfcyer er-wiesen hat, geben ihm Materie. Er theilt dabeydie Gedichte mit, die er auf seiner Reise von Rom«ach Brescia dem Hrn. Hofprcdiger Perard unddem Fräulein von Balthasar zu Ehren aufgesetzt hat,und rückt auö der Lateinischen Rede derselben die vor-nehmsten Stellen ein. Dabey legt er dem Herrnvon Perard, als einem Gelehrten von Verdiensten,kein geringes Lob bey, indem er unter andern dieje-nigen Bemühungen, die derselbe zur Erneuerungder Königl. deutschen Gesellschaft in Greisswald an-gewandt hat, rühmet und billiget. Der Hr. Car-dinal verwechselt jedoch in diesem Schreiben an denPacer Valesius die Academie zu Greisswald und diedeutsche Gesellschaft, und das gab Gelegenheit, daßjemand im 84 Stück der Leipziger Gelehrten Zeitungenvon 1751. dem Hrn. von Perard Dinge zur Last le-gete, die ihm nie in dem Sinn gekommen waren.