1064 Zusätze zur Geschichte
mit critischen Augen durchgehen. Doch das Wich-tigste in diesem Briefe gehet die Ueberbleibsel deSalten Herculaneum an. Herr Gesner hatte in sei-nem mit beygedruckten Briefe vom 27 April 1754noch deutlicher, als vorhin, den Argwohn geäußert,daß bey diesen Entdeckungen so viel Betrug vorge.hen möchte, daß man am Ende das Wahre vondem Falschen nicht würde unterscheiden können: unddaß selbst das Zaudern in Bekanntmachung dessen,so man gefunden hat, an dessen Stelle viel vom .Zustande des alten AalienS geredet wird, so daß jBayardus auf die Weise nie zur Sache selber kom-men wird, nebst dem Geheimniß, so man auö dengefunden seyn sollenden Alterthümern macht, nurdenen bequem sey, die etwas erdichten, oder das,was wirklich gefunden ist, unter den Händen derKünstler verändern wollen, die mit den herculani-schen Alterthümern umgehen, und sie auf eine un-verantwortliche Art ausputzen. Er meldet, daßer von solchen noch argwöhnischer gemacht sey, dievor 38 Jahren Italien durchreiset, und eine gleicheScene von Betrug daselbst gesehen hätten. Erwünscht, daß man einen Hagenbuch, oder seinesgleichen, statt derer gebrauchen möchte, die allesin eine verdächtige Länge ziehen: und daß man diegefundenen Sachen selbst, nicht aber die von ihnenfremden Ausarbeitungen, oder die Erklärungen derJtaliäner, der Welt vorlege, welche die Welt als-denn selbst erklären würde. Gegen alles dieseswendet der Herr Cardinal nichts ein, sondern mel-det nur ausführlich, daß er auf Herrn GesnerSVerlangen an Bayardum geschrieben, und ihm