Band 
[Band 3.]
Seite
5
JPEG-Download
 

des Hrn. A.P. Leguoie v.Premontval. 5

liches, ein übernatürliches Licht? Sollte dadurchnicht ein etwas banges Gewissen leicht in Schreckengerathen können? Was ist das für ein Geheimniß?Ich bin nachher mit diesem Lehrer umgegangen. Erwar ein sehr ehrlicher; er war ein sehr belebterMann, ein Mann von vielem Verstände, den ichvon ganzem Herzen liebe und hochschätze. Er hatsich mir nicht darüber entdeckt: ich habe mich ihmnicht entdeckt. Aber, weil entfernt, daß ich michüberreden sollte: er sey ein Heiliger oder ein Pro-phete, muthmaaße ich, daß er rechtschaffen lachcirwerde, wenn er jemals die Antwort einer vornch.men Person lesen sollte, mit welcher ich von dieserBegebenheit sprach: Sprechen Sie mir nichtviel von diesen: Lehrer, sagte diese allezeit witzigeund allezeit gnädige Person zu mir, ich habe dieEhre Sie zu kennen; das ist genug. Erkannte Sie ohne Zweifel auch, und, da er von'"<hncn nach sich selbst urrhcilere, so bildete ersich leicht ein, daß alle die Thorheiten Sienicht lange blenden würden.

Er hatte sich von Jugend auf zum Nachdenkengewöhnet, und dieses schlug gnugsam in eine Tief-sinnigkeit aus, als er in die Philosophie hinein kam.Von der Vernunftlehre machece er eben nicht vielesWerk. Die Metaphysik nahm ihn ein, und er fu-chete solche aus ihren ersten Quellen zu schöpfen.Des Carres, Malebranche, ITlicole, waren seineersten Führer. Locken und Leibnirzcn, dünkerihn, habe ex erst spät kennen gelernet, um das Ver-gnügen zu empfinden, in sehr wichtigen Stücken glei-che Gedanken mit ihnen zu hegen. Denn ob erA 3 gleich