des Herrn Eberh.Heinr.Dan.Stosch. 47
Die Römer haben nicht allein getrachtet, den Ruhm •der Gerechtigkeit und Gücigkeit zu erhallen, sondernauch alle fremde Religionen gevuldet und eingefüh.ret. Cecilius apud Mikuc. Felicem, c. VI. C'Sscheinet dem zu folge sehr fremde, daß sie gegen dieChristen allein sich so unverträglich bewiesen haben.Man könnte zwar denken, es wären damals nichtmehr die alten Römer, sondern Wüteriche und Un.menschen gewesen. Allein, die Christen haben nichtnur schon vor tlcro viele Drangsalen erlitten, son-dern sind auch schon, ehe dieser die Schuld deö Bran.des zu Rom auf sie schob, zu Rom als gottloseund gehässige Leute angesehen worden; und eben des-wegen hat er diese Schuld auf ste geschoben, wiehier aus Vergleichung des Tacims und Lacran,rins gezeiget, und zugleich ihr vermennter Wider,spi uch gehoben wird. Fragt man, welches denn dieBosheiten seyn, so man schon anfänglich den Chri.stcn aufgeleget, so wird geantwortet: i) der Ver-dacht sey auf sie gefallen, weil sie noch mit denJuden vermenget gewesen. Diese aber wurden fürüberaus böse und gottlos gehalten. Indessen hatNerS lieber den Christen, rerlio hominum ge-neri, ins besondere die Wuth wollen fühlen lassen,weil die Juden noch im römischen Reiche privile-girt waren, die Christen aber nicht, und weil erwußte, daß diese von Juden und Heiden zugleich äus.ferst gehastet wurden. (So fassen wir wenigstensdie Mennung des Herrn Doctors.) 2) Die Römerglaubeten, die Christen wären zu Aufrühren geneigt;welches in der Beschuldigung der Juden wider den
Heyland