Band 
[Band 3.]
Seite
58
JPEG-Download
 

58

Geschichte

DaS letzte b^stliafftiget sich hauptsächlich mit denallgemeinen Einwürfen, (als welche der Herr Doctor

nur

bräer darunter verstünde? Denn 0 dieses Briefes ge,schieher in diesem vorliegendenkra-mento canonis, we-der unter den achten noch unächten Schriften sonsteinige Meldung. Es ist aber bekannt, deß sehr vieleunter den Alten ihn für keinen Brief Pauli habenerkennen wollen. 2) Die Gelehrten haben verschie-dentlich dargethan, daß die Schreibart in diesem Briefe,UNd in de» SehkifleN Philonis Alexandrini oberHebraei, eine große Übereinkunft habe. S. Wolfiiproleg. All h. ep. und des helmstädkischen Herrn Do-ktors Carpzov t'acr. llxerc. in s. Pauli epist. ad Hebr.ex Philone Alexandrino. Diese Ilebereinkiinft kannverlangst jemanden leicht auf die Gedanken gebrachthaben, daß der Brief an die Hebräer an philon»kandslcute sey geschrieben gewesen, z) Der berühmteLamb. Los ist auch schon aus den Einfall gekommen,daß die Hebräer, an welche dieser Brief geschriebenworden, die Alexandriner seyn. S. J. Alberti adghijpir. N. T. p 16g. Es ist wahr, es kann widerdiese Muthmaaßung ein sehr scheinbarer Einwurf ge-macht werden; daß nämlich der Brief ad Alexandri-nos gesagt werde. Ficta' ad baeresem Marcianis; dieserKäser aber, wie bekannt, den Brief an die Hebräergänzlich verworfen habe. S. z. E. Pritii introd. inN. V ex edit. Hofmanni p Allein l) maa inder griechischen Urschrift oder . 1 « gestanden haben,welches nicht ad, sondern contra , hätte müssen über-setzet werden; ja selbst das Lateinische ad kann die letz-tere Bedeutung aar wobl leiden. Und daß sie 2 > hierstatt haben müsse, ist daraus sonnenklar, daß der apo-cryphjsche Brief an die Laodieener, von dem es zu-gleich heißt ficta ad haeresem Marcionis (wenigstensso, wie er uns ist überliefert worden,) nicht im geringstenfür die marcionitisthen Lehren eingerichtet ist, sondernvielmehr vieles wiver dieselbe» streitendes enthält.