3H Geschichte
erhielt Herr Gori von den Erben des ehemaligenberühmten florentinischen Patricii, Jol). Bapt.Dom, welcher um das Jahr 1650. gelobet, alledessen Handschriften, welche er theils zur Erklärungder alten und neuen Musik, der er sehr ergeben war,und die er in blühenden Stand zu bringen suchte,theils zu einer vollständige«, Sammlung von altenAufschriften aufgesetzt und hinterlassen hatte. Die.feg letztere zog die Aufmerksamkeit des Herrn Goriam ersten an sich. Eö begriff diese Sammlungsechs tausend Aufschriften, und war mit so erstaun-lichem Fleiße verfertiget worden, daß, wenn sie be>)des Verfassers Lebzeiten herausgekommen wäre, siedas große grukerifche Werk weit würde übertroffenhaben. Unterdessen, da es bey den Erben verbor-gen gelegen, hatten Reinestus, Gpon und Fa-hrern, aus einem der barerinisthen Bibliothek über-lassenen Exemplar, den mehrern Theil derselben inihren Werken bekannt gemacht. Diese noch ein.mal herauszugeben, war nicht rachsam, die ganzedonische Sammlung.^ber mit dieser berühmtenMänner Werken zusammen zu halten, war eine ver,drießliche und mühsame Arbeit. Doch die Be»gierde des Herrn Gori, diesem Theile der schönenWissenschaften zu dienen, seine Arbeitsamkeit, Ge.duld und Fleiß, überwanden diese Schwierigkeiten.Er bemerkte alle Aufschriften, welche schon bekanntgemacht worden, und verglich sie mit der donischenHandschrift, strich sie weg, und brachte dennochnoch zweytausend bisher unbekannte heraus. Da»mit qber dieses Werk nützlicher und prächtiger wer-