37° Geschichte
Reformation fort, ließ durch verschiedene Gotteö-gelehrten eine Kirchenordnung seiner Länder aufsehen,und begleitete solche selbst mit einer lesenswürdigenVorrede.
Was Friedcrich III. betrifft, so hat er die vo- ,rige Reformation nicht zernichtet, oder, wie manvorgeben wollen, die Pfalz zivil,glianisch gemacht,da sie zuvor lurhersich gewesen; sondern vielmehrdas zuvor angefangene Werk zur Vollkommenheitgebracht. Die Uneinigkeiten verschiedener Heidel-bergischen Theologen, vornehmlich über das Abend- 'mahl, verhinderten vieles Gutes. Endlich wurdenHeshüsrus undLlebirius abgesetzt MelaiichrhonsVorschrift bey der Bediciurng des Abendmahls ein-geführt, der Kirchenrach mit einigen Gliedern ver-mehret, und die heshuisische Form abgeschafft. DieBilder und geweiheten Taufsieine wurden aus der 1Kirche genommen, die Nolhtaufc von Weibern un-tersagt, an start der Altäre Tische gesetzt, statt derOblaten Brodt genommen, aus dem Mcßkelche ge-meine Becher gemacht, für die lateinischen, deutschePsalme und Lieder gesungen, und die Festtage derHeiligen abgeschafft. Die unruhigen Kirchendienerwurden entweder abgeseht, oder verloren sich vonselbst. Bey Erzählung aller dieser Dinge wird ver-schiedenes besonderes beygebracht, welches ich aber,um auch allen Schein der Parteylichkeit zu mei-den, nicht anführe; wie denn auch die hierauf fol-gende Geschichte der Verfertigung, EinführungundBestreitung des Heidelbergischen CatechismuS ganzlesenöwürdig ist. Sein Sohn und Nachfolger Lu-
dewig