des Herrn Johann Wilhelmius. 371
bewig führte das Lutherthum ein; da indessen seinBruder, in den ihm zugefallenen Län-
dern die refornurke Religion erhielt, und, nach je-neö Tode, den der Minderjährigkeit seines Soh. 'nes Friedrich, auch in dem d!hurfürstenthum wie-der herstellece.
Hier endiget Altiug, und Herr wilhelmiussehet nun die Geschichte fort, und erzählet, wieFriedrich der IV. und V. den reformirten Gottes-dienst gehandhabet, wie unglücklich dieser gewesen,wie Carl Ludwig, nachdem er seine Länder 1648. wie-der bekomme», die evangelische Religion befördert,und beyderseits Evangelische zu vereinigen gesuchthabe; wie endlich nach dem frühzeitigen Absterbenseines Sohnes, Larl, die Pfalz eine päbstischeObrig.keit bekommen, und wie es beyden evangelischenKirchen unter derselben ergangen sey.
Nun folget die Geschichte der Glaubensreink-gung der genfer Kirche: AIS das Licht der reinenLehre zu Genf durchbrach, ließ der Magistrat zu,daß solche öffentlich geprediget wurde. Der Bi-schof dahingegen erzürnte sich sehr über die Verach-tung seiner Befehle, und seines Briefes, worinn erseinen enthaupteten SecretariuS, Portier, unschul-dig erkläret halte, und meynete sich eines unabhäng-lichen Gebietes über die Stadt zu bemächtigen, undsolche, mit Hülfe des Herzogs von Savoyen, desNachts zwischen dem Zysten und zisten Julius izzg.zu überrumpeln. Doch dieser Anschlag gieng nichtvon statten. Der Rath berichtete solcher den zuAas Baa-