desHerrn Johann vonHamm. 385
nem Hause zu wohnen, und pflog eine besonder«Freundschaft mit ihm. Als auch dieser zum außer-ordentlichen Lehrer der Alterthümer angestellet ward,besuchte er anfänglich deffep Vorlesungen. In ei-nem Streite, welchen er hernach mit diesem Ge-lehrten gehabt hak, warf ihm dieser vor, daß erseiner Unterweisung genossen, und von ihm erst diejüdischen Alterthümer erlernet habe. Allein derHerr von Hanim will ihn nicht unter seine Lehrergezählet wissen, sondern erkläret vielmehr, daß erbloß aus Freundschaft, und ihm zu Gefallen, ein halbJahr seinen Vorlesungen beygewohnet habe, umandere junge Studirenden durch sein Exempel aufzu-.muntern, und mithin die Unternehmungen einesangehenden Lehrers zu befördern. (*)
Die Vorsehung war seinen Bemühungen günstig,und sehte ihn in den Stand, sich auf mehr als eine aus-nehmende Weise hervorzuthun. Sein Fleiß, und seinedadurch erworbene Geschieklichkeit wurden bekannt.Als er noch >707. sich zu Marpurg Studirens halbenaufhielt, ergieng der Ruf zur philosophischen Pro-fessron auf dem akademischen Gymnasio zu Herbornan ihn. Er trug kein Bedenken, demselben zu fol-gen, und trat den 17. März sein Amt mit einer Rede,de corrupta gentilium philosophia, an. Im Jahre1709. ward ihm auch die Profession der morgen-ländischen Sprachen bengelegt. Er war der ersteaus der philosophischen Facultät, welcher solche ba-selbst bekleidete, da sie bisher den Professoren
der
(*) ibid. p. zZ.
¥Teu Gel. Europa, XTheik. B b