des Herrn von der Os. 50z
diese Sache aus. Zuweilen, sagt er unter andern,finde ich einige Käherepen mit andern Kähereyengepaart, deren die eine die andre umstößt, undwelche beyde in einem und demselben Menschen,wenn er nicht ganz toll ist, ohnmögltch bey einanderwohnen können. Zuweilen finde ich ganz proble-matische Puncte ( worüber die Kirche niemals einenAusspruch gethan hat, und worüber niemals jemandzur Verantwortung gezogen worden) por große Kä-Hereyen ausgeschrien. Und zuweilen finde ich dieollerreineste rechtsinnige Lehren, unter den Nahmenschwerer Kähereyen vorgetragen.. Und ich finde vonkeiner einzigen Käherey, daß er dieselbe bekannt ha»be, oder daß sie ihm gchörljch sey bewiesen worden.Zuleßt zeiget der Herr Doctor, daß dem HerrnV. v. allerdings fein Appell an einen National»synodus zuzustehen, und solcher, wenn ihn die Kir-che (*) nicht bekriegen wolle, zu bewerkstelligen sey.
Ji 4 Auch
(*) Wir wünschen wohl eine recht deutliche Erklärungdesjenigen Dinges, so der sel- große Gottesgelehr-te, Herr von Heanfobre, esprit de l’Eglise zunennen gewohnt gewesen, und Gott dankete, daßer ihn davor bewahret habe, Hat es etwannIortin einiger Maaßen getroffen ? Wenn er l. c.p. i;. schreibet: So bald als das Christenthum zumgroßen Lehrgebäude ward, kann mun darinn ver-spuhren, das Genie der schwatzhaften und stetszankenden Griechen ; der schwärmenden Afrikaner,deren Einbildungskraft durch dir Sonnenhitze erho-ben ward; der abergläubischen Egvpter, dererfruchtbarer Boden und warmer HimmelsstrichMönche und Einsiedler hervorbrachte, die, wie
Thiere