5©8 Fortgesetzte Geschichte
Diese Schrift verursachte einen großen Unwil-len bey dem Synodus. Es ward beschlossen, denHertn von der Ds wieder hereinzurufen und zubefragen: ob er bey seiner Weigerung, das ersteGlied der Sentenz anzunehmen, beharre; worüberer in facie synodi zum allerletzten Mahle zu befra-gen sey. Allein er war nicht mehr in der Kirche,und als ihn der Custos in seinem Hause angetroffen,hatte er zur Antwort bekommen: Er sey nichtgesonnen, dahin zu kommen, und habe nurdem Synodus nicht zu thun. Hierauf wurdeer von der Versammlung für entsetzt von allen Thei-len des heiligen Amtes erkläret, und ihm zwar dieFreyheit gelassen, nach seinem Gutbefindenfnm einenNakionalsynoduS anzuhalten, und an denselben zuappelliren; doch so, daß unterdessen das itzige U»theil seine Kraft haben sollte. Seine Stelle wardmithin für offen erkläret, der Magistrat um Befe-stigung des ausgebrachten Urtheils gebeten, unddem Herrn von der Ms eine Abschrift desselben zu-gesandt. Der den sechsten JuniuS gefaßte Schlußdes Magistrats lautet dahin, daß ihm befohlenwerde, sich provisionaliter und bis auf näheren Be-fehl aller Theile der heiligen Bedienung .zu enthal-ten, und die zwollische Classis berechtiget werde,den Dienst in der Gemeine vor ihm wahrnehmenzu lassen, bis auf nähere Verordnung. Unter demzwölften deffelbigen Monats aber ward, ohnerach-tet einer Bittschrift des Herrn von der Ds, dasUrtheil des Synodus völlig bekräftiget. Und sohaben denn bis dahin das geistliche Gericht und die
Gegen-